Egal ob “Trinkgeld” oder “Tip” – das Extrageld wird häufig in die Gehälter von Servicekräften einkalkuliert. Das macht sich wegen der niedrigen Grundgehälter am Ende des Monats deutlich bemerkbar. Michael Lynn, Professor an der Cornell Universität hat erforscht, welche einfachen psychologischen Methoden die Geldbeutel der Gäste lockern.

Tipps und Tricks vom Trinkgeld-Experten

Die wichtigste Voraussetzung für lockere Geldbeutel ist natürlich eine gute Servicequalität. Wenn die nicht stimmt, stehen die Chancen von vornherein schlecht. Mies gelaunte Kellner, das Bringen falscher Bestellungen oder lange Wartezeiten wirken sich (fast) immer negativ auf die Höhe des Extrageldes aus. Aber was können Servicekräfte tun, um mehr Trinkgeld zu erhalten, wenn die Qualität stimmt und alles so ist, wie es sich die Gäste vorstellen?

So einfach? 13 psychologische Methoden

Forschungen von Professor Lynn zufolge gibt es einige wirklich einfache psychologische Methoden, um die Trinkgelder zu erhöhen. Die Zahl in den Klammern gibt dabei an, um wie viel Prozent sich das Trinkgeld im angesprochenen Fall erhöht:

  • Lächeln (140%)
  • Sich selbst mit eigenem Namen vorstellen (53%)
  • Die Bestellung wiederholen (50%)
  • Den Gast kurz berühren (z.B. an der Schulter) (42%)
  • Einen kurzen Witz erzählen (40%)
  • Eine Sonne auf die Rechnung malen (37%)
  • In der Nähe des Tisches bleiben (Kellnerin) (25%)
  • Zur Rechnung ein Bonbon/Schokolade geben (21%)
  • In der Nähe des Tisches bleiben (Kellner) (20%)
  • Gutes Wetter voraussagen (18%)
  • Einen Smiley auf die Rechnung malen (18%)
  • Zu Beginn ein kleines Puzzle/Spiel schenken (18%)
  • “Dankeschön” auf die Rechnung schreiben (13%)
  • Den Gast mit Namen ansprechen (10%)

 

Andere Länder, andere Sitten!

Gerade zur Urlaubszeit sollten Servicekräfte eine Sache im Hinterkopf behalten: Das Trinkgeldverhalten hängt oft von der Herkunft der Gäste ab! Während es in Deutschland üblich ist, 10 Prozent Trinkgeld zu geben, ist das Extrageld in Belgien sowie Portugal meist bereits in der Rechnung enthalten. In Italien ist Trinkgeld sogar eher unüblich. Als Faustregel in Europa gilt: Mit 10 – 15 Prozent machen Gäste nichts falsch. Neben der Höhe variieren auch die Sitten, wie das Trinkgeld hinterlassen wird. In Frankreich oder Spanien beispielsweise bezahlt der Gast seine Rechnung und lässt das Trinkgeld ganz einfach auf einem Tellerchen oder dem Tisch liegen. Wie stark sich die von Lynn beschriebenen Methoden auswirken, kommt auch immer auf die individuelle Situation und die allgemeine Laune der Gäste an. Generell sollten Gastronomen die Zufriedenheit ihrer Gäste nicht an der Höhe der Trinkgelder festmachen. Aber es spricht ja nichts dagegen, diese Tricks einfach einmal auszuprobieren, oder?

Viel Erfolg dabei!

Mach Deine Gastronomie noch erfolgreicher!

Mit dem iPad-Kassensystem von orderbird sparst Du Zeit, Geld und Nerven. Trag Dich einfach kurz ein und einer unserer Gastronomie-Experten wird sich bei Dir melden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir orderbird E-Mails mit Angeboten und Neuigkeiten aus der Welt der Gastronomie sendet. Ich akzeptiere die AGB und die Datenschutzbestimmungen der orderbird AG.

Vielen Dank!

Einer unserer Kundenberater wird Dich bald kontaktieren.

//