Businessplan, Genehmigungen, Schulungen und vieles mehr: Bevor Du eine eigene Bar eröffnen kannst, musst Du viele Schritte gehen. Hier erfährst Du welche! 

Mache Deinen Traum zum Beruf und eröffne Deine eigene Bar

Du findest: Es gibt viele Bars, aber nur wenig richtig gute? Du möchtest deshalb Deine eigene Bar eröffnen? Erfülle Dir diesen Traum! Doch bevor Du den Gästen in Deiner Bar den ersten Drink servieren kannst, musst Du ein paar Hürden überwinden. Wir geben Dir einen Überblick zu den wichtigsten Punkten.

Das erwartet Dich in diesem Artikel zum Thema Bar eröffnen:

1. Die harten Fakten: Wenn Du eine Bar eröffnen willst, gibt es viele rechtliche Voraussetzungen, die Du erfüllen musst. Gewerbeanmeldung, Gaststättenkonzession und Gesundheitszeugnis sind nur einige davon. Wir geben Dir einen Überblick.

2. Erstelle ein Konzept: Das Erfolgsrezept Deiner Bar liegt in der richtigen Geschäftsidee. Doch was musst Du als Gastronom beachten, wenn Du ein Konzept für eine eigene Bar erstellst? Die wichtigsten Infos erfährst Du hier.

3. Der Businessplan: Ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit: Erstelle einen Businessplan – er sichert Dir die Finanzierung Deiner Bar.

4. Sechs typische Fehler: Du willst Deine eigene Bar eröffnen? Es gibt typische Fehler, die du problemlos vermeiden kannst. Dazu gehört zum Beispiel eine veraltete Gastrokasse. Denn ein einfach zu bedienendes und finanzamtkonformes Kassensystem wird Dir Deine Arbeit von Beginn an erleichtern.

Laechelnder Barkeeper hat seine eigene Bar eroeffnet und haelt ein Tablett mit einem Cocktail in der Hand

Drinks in der eigenen Bar servieren – Ist das Dein Traum?

Die harten Fakten – Das brauchst Du in jedem Fall, wenn Du eine eigene Bar eröffnen willst

Du hast die Entscheidung getroffen, Dich selbstständig zu machen und eine eigene Bar zu eröffnen? Nun stehen Dir viele Behördengänge und Anträge bevor. Denn für die Gastronomie gibt es zahlreiche Vorschriften und Regelungen, an die Du Dich zu halten hast und unzählige Genehmigungen, die Du einholen musst. Unterschätze dabei den zeitlichen Aufwand nicht und starte so rechtzeitig wie möglich. Dies sichert Dir einen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit mit Deiner Bar.

Anträge, Genehmigungen, Behördengänge – wenn Du Deine Bar eröffnen möchtest, kommt viel Bürokratie auf Dich zu. Das kostet Zeit und Nerven. Informiere Dich deshalb rechtzeitig über alle Voraussetzungen.

Wenn Du eine Bar eröffnen möchtest, ist unter anderem Folgendes zu beachten:

  • Die Gewerbeanmeldung: Wird ein selbständiger Gewerbebetrieb eröffnet (und dazu zählt eine Bar), ist die Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt unumgänglich.
  • Die Gaststättenkonzession und Schanklizenz: Wer eine Gaststätte betreibt, benötigt eine Gaststättenkonzession. Und da Du in Deiner Bar sicher alkoholische Getränke ausschenken wirst, ist auch eine Schanklizenz Pflicht. Beachte, dass es in den unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Regelungen und Bezeichnungen geben kann. Eine Gaststättenkonzession (Deutschland) zum Beispiel heißt in Österreich „Gastgewerbeberechtigung“ und in der Schweiz „Wirtepatent“.
  • Das Jugendschutzgesetz: Das Jugendschutzgesetz regelt Vorschriften für den Verkauf von alkoholischen Getränken an Minderjährige sowie für die Dauer ihres Aufenthalts in Gaststätten. Bedenke, dass Du als Gastronom und Inhaber einer Bar dazu verpflichtet bist, die Vorschriften sichtbar auszuhängen. Wichtig ist das Jugendschutzgesetz auch dann, wenn in Deiner Bar erlaubt sein wird, zu rauchen oder wenn Du Jugendliche bei Dir arbeiten lässt.
Fuenf junge Gaeste sitzen an einem Tisch in einer Bar und trinken Bier.

Als Besitzer einer Bar solltest Du das Jugendschutzgesetz besonders ernst nehmen.

  • Hygieneverordnungen: Hygiene in der Gastronomie ist ein sehr wichtiges Thema. Auch hier gibt es zahlreiche Vorschriften und Pflichten. Diese reichen von Lebensmittel- über Küchen- bis hin zur Personalhygiene. Wichtig: Auch wenn Du in Deiner Bar nur Getränke und keine Speisen servieren wirst, sind sowohl Du als auch Deine Mitarbeiter dazu verpflichtet, eine Belehrung beim Gesundheitsamt zu machen und diese nachweisen zu können (Gesundheitszeugnis).
  • Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN): Die BGN ist eine gesetzliche Unfallversicherung – unter anderem für das Gaststättengewerbe. Durch die Anmeldung Deiner Bar bei der BGN sind Deine Arbeitnehmer im Fall eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit versichert.
  • Bauordnungsamt: Möchtest Du an dem Standort Deiner Bar bauliche Veränderungen vornehmen, musst Du diese erst vom Bauordnungsamt oder der Bauaufsichtsbehörde genehmigen lassen.
  • Straßenverkehrsbehörde und Ordnungsamt: Möchtest Du den Gehweg vor Deiner Bar nutzen, um hier Tische und Stühle für Deine Gäste aufzustellen, musst Du erst eine Sondernutzung bei der Straßenverkehrsbehörde einholen. Und auch wenn Du einen eigenen Garten oder eine Terrasse hast, musst Du beim Ordnungsamt einen Antrag auf Bewirtung im Freien stellen.
  • Rundfunkbeitrag (GEZ) und GEMA: Wirst Du in Deiner Bar Musik spielen, bist Du dazu verpflichtet, GEMA Gebühren zu zahlen. Und möchtest Du öffentliches Radio oder Fernsehen anbieten, kommt auch der Rundfunkbeitrag (GEZ) oder Sky Gebühren auf Dich zu. Informiere Dich rechtzeitig über Deine Nutzungsrechte!
Gaeste jubeln in einer Bar vor dem Fernseher

Es wird in Deiner Bar Public Viewing geben? Bedenke die zusätzlichen Gebühren!

Unterlagen, die Du für viele der Genehmigungen benötigen wirst, sind zum Beispiel:

  • Ein Nachweis einer Unbedenklichkeitsbescheinigung vom zuständigen Finanzamt
  • Ein polizeiliches Führungszeugnis
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister

In der Gaststättenverordnung findest Du alle wichtigen gesetzlichen Regelungen für das Gastgewerbe. Beachte dabei, dass es innerhalb der einzelnen (Bundes-) Länder unterschiedliche Vorschriften geben kann. Wichtige Informationen zum Thema Gründung in Deutschland erhältst Du auch bei der IHK.

Das Konzept – Eine Bar ohne Konzept ist wie ein Martini ohne Olive …

Das heißt: Nicht ganz erfolgversprechend. Denn es gibt zahlreiche Arten von Bars. Und um mit Deiner Bar in der großen Menge nicht unterzugehen, empfiehlt sich ein ausgefeiltes Konzept. Von Eckkneipe und Sportbar über Cocktailbar, Lounge und Shisha-Bar bis hin zur Metal Bar, Studentenkneipe oder Gaybar – es gibt unzählige Arten und Konzepte von Bars. Alle mit je unterschiedlichen Schwerpunkten, unterschiedlichen Angeboten und unterschiedlichen Zielgruppen.

Weißt Du schon, welche Zielgruppe Du mit Deiner Bar ansprechen möchtest? Oder mit welchem Angebot Du Dich mit Deiner Bar von der Konkurrenz abheben kannst?

Möchtest Du eine eigene Bar eröffnen, dann geht das nicht ohne weiteres einfach aus dem Stand heraus. Du brauchst eine durchdachte Geschäftsidee. Überlege Dir dabei auch genau, wo Deine eigenen Stärken und Vorlieben liegen. Du möchtest zum Beispiel eine Cocktailbar eröffnen, weil Du glaubst, in Deiner Stadt fehlt eine solche Bar? Du selbst bevorzugst jedoch viel lieber Bier und hast noch keine Erfahrung im Mixen von Cocktails? Das sind nicht die besten Voraussetzungen. In dem Fall kannst Du Dir überlegen, ob Du vielleicht einen kompetenten Barkeeper als Partner mit an Bord nimmst. Oder ob eine Bar mit einer exzellenten Auswahl an Bieren eventuell erfolgreicher sein könnte.

Eigene Bar eröffnen und Cocktails servieren

Du willst eine eigene Bar eröffnen: Hast schon ein besonderes Konzept?

Weitere Punkte, die Du bei der Entwicklung eines Konzepts für Deine Bar bedenken solltest, sind:

  • Wo ist der Standort Deiner Bar?
  • Wie ist die Konkurrenz Deiner Bar?
  • Welche Zielgruppe möchtest bzw. kannst Du mit Deiner Bar ansprechen?
  • Soll Deine Bar mit oder ohne Tanzfläche sein?
  • Möchtest Du in Deiner Bar auch Speisen oder Snacks anbieten?
  • Wird es in Deiner Bar Live-Musik geben oder andere Events und Themenabende?
  • Welchen (Einrichtungs-) Stil möchtest Du für Deine Bar wählen?
  • Wie viele Angestellte wirst Du in Deiner Bar benötigen?
  • Welches Budget wird Dir für die Gründung Deiner Bar zur Verfügung stehen?

Bedenke auch, dass bereits der Name Deiner Bar das Konzept widerspiegelt.

Und schließlich: Wenn Du merkst, dass Dir die zündende Idee für ein vielversprechendes Geschäft fehlt, musst Du den Traum von Deiner eigenen Bar nicht gleich aufgeben. Denn auch für Bars gibt es die Möglichkeit einer Gründung per Franchise.

Eine Bar eröffnen ohne Plan? Besser nicht!

Plan? Gemeint ist der Businessplan. Denn ohne Businessplan ist es unmöglich, an Geld zu kommen um eine Bar zu eröffnen. Und in den seltensten Fällen ist genug Eigenkapital vorhanden, um als Gastro-Gründer ohne zusätzlichen Vorschuss in die Selbstständigkeit starten zu können. Wenn Du also eine Bar eröffnen möchtest, bist Du auf externe Geldgeber angewiesen, die Dir bei der Finanzierung unter die Arme greifen. Und ihnen solltest Du einen Businessplan vorlegen können, in dem Du die Geschäftsidee für Deine Bar ausführlich vorstellst.

An wen wendest Du Dich mit Deinem Businessplan, wenn Du eine eigene Bar eröffnen möchtest?

Drei Saecke mit einem Euro-Zeichen in einer Bar

Hast Du schon das nötige Geld für Deine eigene Bar?

Um an das nötige Geld für die Eröffnung Deiner Bar zu kommen, kannst Du auf Kredite von Banken zurückgreifen. Aber auch die Bundesagentur für Arbeit bietet einen Gründungszuschuss und ein sogenanntes Einstiegsgeld an. Darüber hinaus unterstützt sie Dich auch beim Schreiben Deines Businessplans und bietet hilfreiche Kurse zum Thema Existenzgründung und Selbständigkeit an. Diese können auch hilfreich sein, wenn Du eine eigene Bar eröffnen möchtest. Eine zusätzliche Möglichkeit, um an Mittel für die Finanzierung Deiner Bar zu kommen, sind Gründerwettbewerbe für Gastronomen – wie zum Beispiel der Deutsche Gastro-Gründerpreis.

Du möchtest eine eigene Bar eröffnen und bist auf der Suche nach einer Finanzierung? Nimm Dir die Zeit und halte das Konzept für Deine Bar in einem Businessplan fest – das wird Dir bei der Finanzierung helfen!

Wie sollte Dein Businessplan inhaltlich aufgebaut sein?

Wichtige Punkte, die in Deinen Businessplan gehören, sind unter anderem:

  • Das Gesamtkonzept für Deine Bar
  • Die Zielgruppe Deiner Bar
  • Eine Marktanalyse
  • Die Rechtsform Deiner Bar (gängige Rechtsformen für die Existenzgründung in Form einer Bar sind zum Beispiel die GmbH, die GbR, die UG oder das Einzelunternehmen)
  • Deine Motivation und Deine Qualifikationen, um eine eigene Bar zu gründen
  • Ein Finanzplan für Deine Bar und die Gründung

Ein Finanzplan ist wichtig für die Preiskalkulation Deiner Speisen und Getränke und für die Kostenübersicht.

Das schriftliche Ausformulieren dieser Aspekte ist nicht nur eine Voraussetzung für einen erfolgreichen Businessplan. Es hilft Dir auch, besser festzustellen, wie ausgereift Deine Idee von einer eigenen Bar bereits ist. Du kannst sehen, ob Du tatsächlich soweit bist, eine Bar zu eröffnen. Oder gibt es noch wichtige Dinge gibt, die Du vielleicht nicht bedacht hast? Im besten Fall ist der Businessplan ein Beweis für die Stärke Deiner Geschäftsidee und des Konzepts Deiner Bar. Im schlechtesten Fall musst Du feststellen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Letztlich ist es besser, Du merkst das, bevor Du Zeit und Geld investierst.

Ein Leuchtschild mit dem Wort Bar

Schritt für Schritt kommst Du Deiner eigenen Bar immer näher.

Diese Kosten kommen ab der Eröffnung Deiner Bar auf Dich zu

Der Weg bis zu der Eröffnung Deiner eigenen Bar ist lang und kostspielig. Und auch wenn Du ein großzügiges Startkapital zur Verfügung hast, solltest Du dieses nicht bereits zu Beginn verprassen. Denn auch nach der Eröffnung Deiner Bar kommen zahlreiche Ausgaben auf Dich zu. Dazu gehören:

  • Strom- und Mietkosten für Deine Räumlichkeiten
  • Personalkosten
  • Kosten für den Wareneinkauf
  • Reinigungskosten
  • Gebühren für die GEMA und der Rundfunkbeitrag (GEZ)
  • Kosten für Schulungen
  • Kosten für Werbung und Marketing (z.B. Printmaterial, eigene Website, Eintrag in Branchenverzeichnisse und Bewertungsportale)
  • Beiträge zur Berufsgenossenschaft
  • Kosten für Versicherungen
  • Steuern
  • Rückzahlung von Krediten

Selbständigkeit und Gründung ist immer auch ein Risiko – vor allem in der Gastronomie. Willst Du Deine Bar erfolgreich eröffnen, dann kalkuliere vorausschauend.

Auch wenn das Konzept für Deine Bar vielversprechend klingt: Du kannst nicht zu 100 % wissen, ob Du damit Deine Zielgruppe wirklich erreichst. Es kann durchaus länger dauern, bis Deine Bar von einer nennenswerten Anzahl an Gästen besucht wird und bis Du nach der Eröffnung mit einem angemessenen Umsatz rechnen kannst. Du wirst jedoch von Anfang an laufende Kosten haben, die zu decken sind. Achte deshalb dringend darauf, dass Du von Beginn an finanzielle Reserven zur Verfügung hast.

Ein leerer Tresen in einer frisch eröffneten Bar

Ein Geldpuffer hilft Dir, wenn Deine Bar mal leer ist.

Eine eigene Bar eröffnen: 6 Typische Fehler

Aller Anfang ist schwer! Das ist in jeder Branche der Fall. Und auch wenn der Traum von der eigenen Bar noch so schön ist: Sei darauf gefasst, dass der Weg bis dorthin nicht immer ganz einfach ist. Du kannst aber von Beginn an darauf achten, typische Fehler beim Eröffnen einer eigenen Bar zu vermeiden. Lerne von den Fehlern der anderen. Die sechs typischen Fehler beim Eröffnen und Führen einer Bar sind:

  1. Du hast das Arbeitspensum in einer Bar unterschätzt.
  2. Du wurdest bei der Miete Deiner Bar über den Tisch gezogen.
  3. Du hast mit den Lieferanten für Deine Bar schlecht verhandelt.
  4. Du nutzt für Deine Bar eine veraltete Kasse.
  5. Du hast Dich gegen eine Terrasse für Deine Bar entschieden.
  6. In Deiner Bar bist Du selbst Dein bester Gast.

Wenn Du eine Bar eröffnest, gibt es viele Dinge, die du bedenken und planen musst. Wir empfehlen Dir deshalb: Erstelle eine Checkliste, die Du Schritt für Schritt abarbeiten kannst.

Nun kennst Du die Grundlagen, um eine eigene Bar eröffnen zu können. Mit viel Kraft und Herzblut wird es Dir gelingen, Dein eigenes erfolgreiches Unternehmen zu gründen. Wir wünschen Dir viel Erfolg dabei.

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