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Ha! Da haben wir uns den Titel dieses Eintrags überlegt und hatten doch gleich eine Idee: Wieso eigentlich nicht einen Stift zur Speisekarte legen, damit Gäste Kommentare dazu schreiben können und die beschriebenen Seiten dann fein einrahmen und die Wände damit dekorieren? Okay, okay, das war nicht Ziel des Artikels, aber wenn ihr es umsetzt, ladet uns mal ein!

Wir geben es gerne zu, manchmal schauen wir uns die Speisekarten eines Restaurants gerne vorher im Internet an und lassen uns dann vor Ort von Tagesempfehlungen begeistern. Besonders gerne erfolgt diese Form der Recherche, auch allgemein, wenn man in einer anderen Stadt ist.

Speisekarten einpflegen in das orderbird iPad Kassensystem

Im Prinzip ist diese Form ja die neue Version der ausgehängten Speisekarte in einem Glaskasten vor dem Restaurant. Schade nur, wenn dieser Kasten dann vergilbt, verstaubt und zur Brutstätte von Kleingetier wird. Aber gehen wir mal nicht vom Schlimmsten aus.

Generell gilt: Wenn jemand in ein Restaurant geht und sich hinsetzt, bleibt er dort auch, um etwas zu essen oder zu trinken, selbst wenn man von der Karte nicht begeistert ist. Ein klarer Vorteilspunkt für die Gastronomen. Aber was folgt dann?

Im Laufe der Jahre verschwanden die von Brauereien gesponserten Karten in den Kunstleder-Einbänden mit den Messingbeschlägen. Darauf folgten vorprogrammierte Karten, die es im Internet zu Haufe gibt. Um sich davon abzuheben, begannen viele Restaurantinhaber die Karten selbst zu gestalten oder gestalten zu lassen und aus einem Wiener Schnitzel mit Pommes und Salat wurde ein crunchiges Costoletta an French Fries und marktfrischem Salat-Bouquet. Das Problem an der Sache war, dass diese Form zu schnell kopiert wurde und zwar die Optik, als auch der Inhalt. Unser persönlicher Indikator ist ja die Mousse au Chocolat. Wo gab es sie eigentlich nicht? Quasi das Fürst-Pückler-Eis des 21. Jahrhunderts.

Speisekarte historisch

(c) Christoph Bulle, flickr.com, CC-BY 2.0

Aber zurück zum Kern, die Feinde einer jeden Speisekarte ist die Sonne, die gelbbraun leuchtende Schatten darauf zurücklässt, der geliebte Fettfilm, in dem man sich beinnahe Spiegeln kann, veraltete Speisekarten mit Tagesempfehlungen aus 2010 und zu große Speisekarten, die es dem Gast unmöglich machen ein Gericht zu finden, welches das Restaurant ausmachen und jeden einzelnen dafür begeistern, wiederzukommen.

Wir empfehlen statt zu vielen Gerichten auf der Karte lieber eine übersichtliche Tageskarte. Wem es zu viel Arbeit ist, sie jeden Tag neu aufzuschreiben, der kann diese auch anders kommunizieren. Wir haben es lieben gelernt, von den Servicekräften Empfehlungen entgegenzunehmen, gerne auch nach dem persönlichen Geschmack, denn das macht sympathisch, schafft Spezialitäten und grenzt von anderen ab. Aber hier bitte immer bei der Wahrheit bleiben. Wenn es wirklich nur heute Spargel aus der Region gibt, dann bleibt dabei. Alles andere ist unglaubwürdig und man fühlt sich wie von einem Bauern gefangen.

„Mit den orderbird Gastrokassen die eigene Speisekarte immer auf dem neuesten Stand.“

Kurzfassung: Gäste glücklich machen, ist einfach. Kommuniziere Dein Angebot sauber, aktuell, ordentlich, im Design des Restaurants, ohne Rechtschreibfehler und ehrlich nach außen, u.a. mit dem iPad Kassensystem von orderbird.

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