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Der Gastro-Gründerpreis 2015 ist gewonnen – und dann? Winterpause! Zumindest für Boris König und Philipp Niegisch von Woop Woop Icecream. Nach ihrem Erfolg auf der Berlin Food Week im September 2015 pausierten die Stickstoffeis-Erfinder aus Berlin vorerst für einige Monate. Auf die faule Haut legten sich die beiden trotz der Wetterflaute jedoch nicht. Der Physiker und der Betriebswirt steckten die Köpfe zusammen und schmiedeten heiße neue Businesspläne und Rezeptkreationen für die nächste Saison. Beladen mit neuen Ideen steht der Woop-Woop-Eistruck seit April wieder am Checkpoint Charlie in Berlin bereit. Zum Start der neuen Eissaison haben wir uns mit Woop-Woop-Mitgründer Philipp Niegisch Bilanz getroffen und mit ihm über den Gastro-Gründerpreis und die Zukunftspläne von Woop Woop gesprochen.  

Philipp, was hat sich seit für Woop Woop Icecream nach dem Gewinn des Gastro-Gründerpreis verändert?

Wir haben unsere Winterpause genutzt, um sowohl am Produkt, an unserer Stickstofftechnik und natürlich am großen Plan eines erfolgreichen Unternehmens zu arbeiten. Wir sind viele kleine Schritte und einige große gegangen und starten nun gespannt und hochmotiviert in die Eissaison 2016! Der Gastro-Gründerpreis war eine tolle Bestätigung für unsere bisher geleistete Arbeit und ein großartiger Motivator für die Zukunft!

Welchen Preis konntet Ihr damals am besten gebrauchen?

Besonders hilfreich ist das Mentorenprogramm. Unsere Mentoren Erich Nagl von der ETL ADHOGA und Heinz “Cookie” Gindullis halfen uns bei der strategischen Ausrichtung und stehen uns bei den unterschiedlichsten Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Das Preisgeld war natürlich auch eine gern gesehene Finanzspritze zur Überbrückung des Winters!

Eiskreation von Philipp Niegisch

“Pecan-Applesauce Ice Cream” ist nur eine Eiskreation, die Boris König und Philipp Niegisch während ihres Winterschlafs kreierten

Was ist Euer ultimativer Tipp für Gastro-Gründer?

Mit vielen Menschen sprechen, das Konzept möglichst schnell und unkompliziert antesten, z.B. auf Streetfood- oder Wochenmärkten, und es dann gegebenenfalls anzupassen. Dazu sollte man sich Zeit geben, während man Vollgas gibt.

Eure dampfende Eismaschine ist ja ein wahrer Publikumsmagnet. Wie seid Ihr eigentlich auf die Idee zum Stickstoffeis gekommen?

Boris als studierter Physiker kannte Stickstoff aus der Uni. Dass sich Flüssigstickstoff aufgrund seiner Eigenschaften zur Eisherstellung eignet, ist in der Physik kein großes Geheimnis und wurde sicherlich auf dem einen oder anderen Physik-Sommerfest bereits erprobt. Uns schien nun aber die Möglichkeit zur tatsächlich momentanen Eisherstellung mit frischen Zutaten, vor den Augen des Kunden so spannend, dass wir uns an die technische und konzeptionelle Umsetzung wagten, anstatt nach dem Studium Karrieren in Wissenschaft oder einem Konzernbetrieb zu verfolgen.

Preisverleihung auf der Berlin Food Week: Philipp Niegisch und Boris König von Woop Woop Icecream

Enie van de Meiklokjes, Marwa Eldessouky, PhilippNiegisch und Boris König (v.l.n.r.) auf der Verleihung des Gastro-Gründerpreis 2015 im Rahmen der Berlin Food Week

Ihr seid ja medial sehr präsent und wart sogar mehrfach im TV zu sehen. Wie wirkt sich das auf Euer Geschäft aus? Sprechen Euch viele Gäste darauf an?

Das letzte Jahr ist medial sicherlich wohl kaum noch zu toppen: Galileo, Die Höhle der Löwen, Sat1 Frühstücksfernsehen und unser persönliches Highlight: Tv Total. Dazu kommen diverse Print-, Online- und Radio-Berichte. Zum krönenden Abschluss dann noch erfreuliche die Auszeichnung mit dem Gastro-Gründerpreis. Definitiv hat diese Medienpräsenz auch dem Betrieb gut getan und viele Kunden und neue Fans zu uns gelockt. Tv Total Gäste haben sich dann meist mit der Frage nach dem Mettbrötchen-Zwiebel-Chunk-Eis geoutet, eine nebenbei gesagt einmalige und nie mehr wiederkehrende Kreation!

Wo geht’s denn in Zukunft hin? Wird es bald einen Woop Woop Icecream-Laden geben oder wo finden Euch Eishungrige in diesem Jahr?

Wir sehen die Zukunft vor allem in stationären Woop Woop Stores. Ein Erster soll noch diesen Sommer in Berlin Mitte eröffnet werden und ist eine der großen und spannenden Herausforderungen für uns.

Nach Zwiebel-Mett-Eis für Stefan Raab 😉 Welche leckeren Kreationen dürfen wir in dieser Eissaison erwarten?

Die Fleisch-Kreationen verschwinden für immer aus dem Programm und waren eher dem Sensationsbedürfnis des Fernsehens geschuldet. Dieses Jahr wird es viele spannende Eiskreationen geben, die immer auch Geschmackserlebnis sein sollen. Zum Beispiel ein Apple-Crumble Eis, das mit seinen vielfältigen Bestandteilen wie dem fruchtigen Apfeleis, knackigen, karamelisierten Pekannüssen und herrlichen Butterstreuseln überrascht oder alkoholische Kreationen (mit ordentlich Umdrehungen) wie unser Kirsch-Minz-Rum Sorbet.

Würdet Ihr noch einmal beim Gastro-Gründerpreis teilnehmen?

Sofort!

Zu guter Letzt, wie würdet Ihr Euer Eis und Konzept mit drei Worten beschreiben?

Kreativ, innovativ, geschmacksexplosiv!

Seit April gibt es das frischeste Eis der Welt übrigens wieder bei Charlie’s Beach am Checkpoint Charlie in Berlin. 

Woop Woop Icecream
Woop Woop Icecream
Friedrichstraße 48
10117 Berlin

www.woopwoopicecream.de
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