Wie können wir geflüchteten Frauen helfen, wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen? Das fragte sich Sozialarbeiterin und Chickpeace-Gründerin Manuela Maurer. Lies hier, wie sie die Antwort in der Gastronomie fand.

Die Gastronomie ist einer der wenigen Wirtschaftszweige, in dem auch ungelernte Arbeitskräfte sehr gefragt sind. Aus Kochkursen für deutsche und geflüchtete Frauen entwickelte sich schnell ein Catering-Service, der soziales Engagement mit einem rentablen Geschäftsmodell verbindet. Für ihr gastronomisches Konzept, das geflüchteten Frauen eine wirtschaftliche Perspektive und damit Stolz, Selbstbewusstsein und Autonomie bietet, gewannen Chickpeace den Gastro-Gründerpreis 2017. Die beiden Gründerinnen Manuela Maurer und Olivia Beryt schufen ein Leuchtturmprojekt und helfen so geflüchteten Frauen, ihre eigene Familie zu ernähren.

Die Gastronomie als Ort kultureller und kulinarischer Begegnung

Um geflüchteten Frauen eine Perspektive zu bieten und sie mit Land und Leuten in Kontakt zu bringen, gründeten Manuela Maurer und Olivia Beryt einen Catering-Service, der weit mehr als ein anonymer Dienstleister ist. Die Gründerinnen schaffen Buffetbegegnungen zwischen geflüchteten Frauen und ihren kulinarisch interessierten Gästen. Gutes Essen, Gastfreundschaft und Geschichten – all das haben die Frauen zu geben und bekommen dafür Dankbarkeit, spannende Gespräche, tolle Kontakte und immer wieder ein Lächeln. Geflüchtete Frauen brauchen besonderen Schutz, fordern die Gründerinnen. Beim Kochen fühlen sie sich sicher, sie trauen sich zu reden und sich auszuprobieren.

 

Ein Einstieg in den Arbeitsmarkt

Chickpeace will mehr – das Team möchte den Frauen eine wirtschaftliche Perspektive ermöglichen, um selbstbewusst auf eigenen Beinen zu stehen und gemeinsam mit der Familie ein normales Leben zu führen. “Es geht darum, dem Gefühl der Ohnmacht und der Schwäche mit Selbstbestimmung und Stärke zu begegnen. Gastronomie war schon immer eine große Chance für Migranten. Essen und Kochen verbindet. Und Geld zu verdienen ist der erste Weg zur Selbstermächtigung.”, so die Gründerinnen. Mit helfenden Händen, viel Wissen und Verständnis möchten Manuela Maurer und Olivia Beryt den ankommenden Frauen den Weg in eine bessere Zukunft ebnen. Sie hoffen, dass noch viele weitere Frauen ihrem Vorbild folgen und ihr eigenes kulinarisches Projekt auf die Beine stellen.

Die Gründerinnen und Mitarbeiterinnen von Chickpeace

Frauenpower bei den Chickpeace mit Gründerin Manuela Maurer (c) orderbird-Oliver-Schwarzwald

Nächster Schritt: ein Ladenlokal für Chickpeace

Das Chickpeace-Catering-Angebot boomt und die kulinarischen Köstlichkeiten der geflüchteten Frauen kommen an: “Das Catering läuft sehr gut. Die Kunden freuen sich, dass sie mit ihren Aufträgen etwas Sinnvolles unterstützen können. Allein durch Mundpropaganda und über Facebook haben wir regelmäßig zwei bis drei Aufträge die Woche.” Der nächste Schritt ist nun ein festes gastronomisches Zuhause, ein Lokal für ein regelmäßiges Angebot und die Möglichkeit, eigene Veranstaltungen auszurichten. Dadurch haben die Gäste die Möglichkeit, die Köchinnen hinter den wunderbaren Gerichten kennenzulernen”, freut sich Manuela Maurer.

Wir von orderbird sind gespannt, was die Zukunft bringt und freuen uns, solch ein großartiges Projekt unterstützen zu dürfen.