Wir ernten, was wir säen. Dieses simple Prinzip verfolgen die jungen Gründer Ema Paulin und Leandro Vergani mit GOOD BANK in Berlin. Ihr innovatives Vertical Farming Gastronomiekonzept, das Nachhaltigkeit auf ein neues Level bringt, ehrt der Gastro-Gründerpreis 2017. Hier erfährst Du mehr!

GOOD BANK ist das weltweit erste Restaurant mit integrierter Salatfarm. Gäste treten wieder in Beziehung mit ihrem Essen, seinem Ursprung, den Menschen dahinter, der Verarbeitung, der Produktion und der Frage, wie es auf den Teller gelangt.

Das Team von GOOD BANK freut sich bei der Preisverleihung über den Gastro-Gründerpreis 2017

GOOD BANK gewinnt den Gastro-Gründerpreis 2017 als innovativstes Konzept (c) orderbird-Robert-Felgentreu

Vertical Farming am Puls der Stadt

Futuristisch strahlende Vitrinen und hinter dem Tresen meterhohe Glaskästen, in denen LED-Leuchtstäbe rotieren, erinnern zunächst an eine avantgardistische Kunstinstallation. Doch der eigentliche Zweck dieses Miniaturgewächshauses ist, Gastronomie durch hautnah produzierte Lebensmittel und kurze Transportwege nachhaltiger zu gestalten. Vertical Farming nennt sich das Prinzip. So werden Gemüse und Salat in Glaskästen direkt vor Ort angebaut. Neben den vertikalen Salatbeeten direkt im Restaurant nutzt GOOD BANK auch vertikale Farmen vom Berliner Start-Up Infarm. Beide Konzepte ermöglichen den Anbau von Gemüse an Orten, an denen es normalerweise nicht wächst: mitten in Großstädten wie Berlin. Doch wie gelingt es, diese spannende, für Stadtbürger so wichtige Innovation in aller Munde zu bringen? Das fragten sich die beiden GOOD-BANK-Gründer und fanden die Lösung im wohl radikalsten Farm-To-Table-Restaurant der Welt.

Die Gastro-Gründerpreis Gewinner von Good Bank bei der Arbeit in ihrer Gastronomie

Die GOOD BANK Gründer Eva Paulin und Leandro Vergani im Vertical- Farming-Restaurant (c) orderbird-Robert-Felgentreu

Gastronomie nachhaltig und greifbar nah

From Farm to table at its best: Bei GOOD BANK gelangen Salat und Gemüse in nur 30 Sekunden vom Beet auf den Teller. Buttersalat, Babygrünkohl und Eichblattsalat werden direkt vor den Augen der Gäste angebaut und zubereitet. Das Restaurant agiert unabhängig von Lieferanten und Jahreszeiten. Durch die Dezentralisierung des Gemüseanbaus gehören lange und unüberschaubare Transportwege der Vergangenheit an. Aber nicht nur das: Salat und Grünkohl verbrauchen im vertikalen Anbau sogar weniger Wasser als beim herkömmlichen Feldanbau. Kaum zu glauben, aber die drei Farm-Modelle bei GOOD BANK benötigen nicht mehr Energie als eine professionelle Kaffeemaschine. Das ist Nachhaltigkeit in Perfektion, sichtbar für jeden Gast. Die Anonymisierung von Lebensmitteln wird bei GOOD BANK aufgehoben und gegen Transparenz und Vertrauen getauscht.

Frischer Wind in der Gastronomie

Das weltweit erste Vertical-Farm-Restaurant GOOD BANK konnte mit seinem zukunftsfähigen Ansatz auch die Jury des diesjährigen Gastro-Gründerpreis überzeugen. Das „Fast casual“-Konzept erhielt die Auszeichnung in der Kategorie “innovativ”.

In unserer schnelllebigen Gesellschaft gibt GOOD BANK eine Antwort auf die zunehmende Lebensmittelentfremdung und die Slow-Food Debatte. Zurück zu den Wurzeln mit dem wahrscheinlich frischesten Essen der Stadt: ohne Gentechnik, ohne Pestizide, dafür reich an Vitaminen und Nährstoffen. Wie schmeckt also die Zukunft? Mit GOOD BANKs Gemüseanbau in der Vertikalen knackig, frisch und vielversprechend.

Wir finden, das ist ein wirklich vielversprechendes Gastro-Konzept und wünschen den Gründern viel Erfolg!

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