Die KassenSichV 2020 rückt immer näher und das bedeutet, dass alle Kassensysteme bald eine TSE haben müssen. Was genau steckt dahinter? Und was bedeutet das für die Gastronomie?

Ab Januar 2020 gilt in Deutschland die Kassensicherungsverordnung (kurz: KassenSichV). Sie betrifft alle Unternehmen, die mit digitalen Kassensystemen oder Registrierkassen arbeiten. Wenn Du in Deinem Betrieb eine digitale Kasse hast, dann betrifft sie also auch Dich als Gastronomen.

Im Zuge der Kassensicherungsverordnung werden die Richtlinien an die Kassenführung erweitert und neue Anforderungen an digitale Aufzeichnungen gestellt: Es wird die Kassenmelde- und Belegausgabepflicht geben. Außerdem müssen alle digitalen Kassensysteme eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung haben. Wir erklären Dir, was genau das bedeutet.

Das erwartet Dich in diesem Artikel zum Thema technische Sicherheitseinrichtung (TSE):

Was ist die technische Sicherheitseinrichtung?

Warum müssen Kassen über eine technische Sicherheitseinrichtung verfügen?

Wie genau funktioniert die technische Sicherheitseinrichtung?

Wie wird die technische Sicherheitseinrichtung in Deine Kasse integriert?

Was hat es mit der Zertifizierung auf sich?

Zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung: Was hast Du zu tun?

 

Was ist die technische Sicherheitseinrichtung?

Die technische Sicherheitseinrichtung (kurz: TSE) ist eine technische Schutzmaßnahme vor Manipulationen an digitalen Aufzeichnungen. Mithilfe der TSE soll verhindert werden, dass die Aufzeichnungen, die Du mit Deinem Kassensystem tätigst, nachträglich geändert oder gelöscht werden. Die Verpflichtung zu einer TSE ist Teil der Kassensicherungsverordnung, die ab 2020 in ganz Deutschland gilt. Neben der Belegausgabepflicht und der Kassenmeldepflicht ist die technische Sicherheitseinrichtung der zentrale Bestandteil der Kassensicherungsverordnung. Das heißt: 2020 müssen alle digitalen Kassensysteme und Registrierkassen eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung haben! 

Eine Infografik mit allen wichtigen Infos zum Kassengesetz 2020.

 

Warum müssen Kassen über eine technische Sicherheitseinrichtung verfügen?

Manipulationen an digitalen Kassen machen Steuerhinterziehung und Schwarzgeld möglich – das ist gerade in der Gastronomie keine Seltenheit. Oft kommt es vor, dass steuerrelevante Daten in elektronischen Aufzeichnungssystemen geändert werden, was von der Finanzverwaltung nur schwer überprüft werden kann. Hier soll die technische Sicherheitseinrichtung helfen: Um Manipulationen an elektronischen Kassensystemen zu verhindern, soll sichergestellt werden, dass alle Einzelaufzeichnungen fehlerfrei und vollständig gesichert werden. Und das geht mit einer Kasse, die eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung hat, am besten. Außerdem soll die Finanzverwaltung dank der TSE schnell und einfach auf Deine gespeicherten Daten zugreifen können.

Die konkreten Anforderungen an die TSE wurden von dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) entwickelt.

Wie genau funktioniert die technische Sicherheitseinrichtung?

Wie genau die digitalen Grundaufzeichnungen in einem elektronischen Aufzeichnungssystem geschützt werden wird im § 146a (1) der Abgabenordnung definiert. Die detaillierten Vorgaben an die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung wurden vom BSI aufgestellt und sind in der technischen Richtlinie TR-03153 festgehalten. Die technische Sicherheitseinrichtung muss aus drei Bestandteilen bestehen: 

1. Das Sicherheitsmodul

Das Sicherheitsmodul besteht aus zwei Komponenten: Der SMA (Secure Module Application) und der CSP (Crypto Service Provider). Mit dem Sicherheitsmodul soll sichergestellt werden, dass alle Eingaben mit Beginn der Aufzeichnung vollständig protokolliert werden. Zudem sorgt das Sicherheitsmodul dafür, dass Deine Aufzeichnungen im Kassensystem nachträglich nicht mehr unbemerkt geändert oder gelöscht werden.

2. Das Speichermedium

Laut der GoBD musst Du alle digital getätigten Aufzeichnungen für eine Dauer von 10 Jahren speichern. Das Speichermedium der technischen Sicherheitseinrichtung soll garantieren, dass diese gesetzliche Aufbewahrungsfrist eingehalten wird. 

3. Die einheitliche digitale Schnittstelle

Die digitale Schnittstelle soll eine reibungslose Datenübertragung sicherstellen. Alle gespeicherten Aufzeichnungen sollen dank der einheitlichen digitalen Schnittstelle schnell und einfach zum Export zur Verfügung gestellt werden können – vor allem für das Finanzamt.

 

Wie wird die technische Sicherheitseinrichtung in Deine Kasse integriert?

Für die Umsetzung der technischen Sicherheitseinrichtung ist jeder Kassenhersteller selbst verantwortlich. Das heißt: Um weiterhin gesetzeskonform zu sein, müssen sich die Hersteller für Kassensysteme um eine individuelle technische Lösung kümmern.

Gastronomin hinter Tresen mit einer iPad-Kasse.

Ab 2020 müssen alle Kassen mit einer TSE ausgestattet sein.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, eine Kasse um eine TSE zu ergänzen:

1. Die TSE als Cloud

Neben der Speicherung aller Daten auf einem zusätzlichen Speichermedium, gibt es auch die Möglichkeit einer TSE in der Cloud, die sogenannte Online-TSE. In dem Fall werden alle Daten, die mit dem Kassensystem aufgezeichnet werden, über das Internet in einer Cloud gespeichert. So kannst Du jederzeit und von überall auf die Daten zugreifen

2. Die TSE als Hardware

Die TSE kann ein zusätzliches Speichermedium sein – z.B. ein USB-Stick oder eine SD-Karte. In dem Fall werden alle notwendigen Daten auf einer externen Hardware erfasst und gesichert.

Vorteile einer Online-TSE gegenüber einer Hardware:

  • bei einer Online-TSE ist keine aufwendige Installation notwendig
  • der Speicherplatz ist unbegrenzt
  • alle Daten sind in einem Daten-Center mit Sicherungskopien gesichert

Egal ob TSE als Hardware oder Cloud: Jeder Kassenhersteller ist dafür verantwortlich, eine für sein Kassensystem passende Lösung zu finden, um die technischen Richtlinien zu erfüllen. Denn um weiterhin auf dem Markt bestehen zu können, müssen sich die Hersteller darum kümmern, ihre Kassen um eine TSE zu ergänzen. Wichtig ist, dass die TSE vom BSI zertifiziert wird!

 

Was hat es mit der Zertifizierung auf sich?

Laut Kassensicherungsverordnung geht es nicht nur darum, dass alle digitalen Kassensysteme eine technische Sicherheitseinrichtung haben – die TSE muss auch zertifiziert werden. Mit der Zertifizierung soll sichergestellt werden, dass die technische Sicherheitseinrichtung alle Anforderungen erfüllt. Da die technischen Richtlinien an die TSE von dem BSI aufgestellt wurden, ist das BSI auch für die Zertifizierung zuständig.

Ein häufiges Missverständnis ist, dass viele glauben die gesamte Kasse muss zertifiziert werden. Das ist falsch! Es geht nur darum, dass die technische Sicherheitseinrichtung zertifiziert wird.

 

Zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung: Was hast Du zu tun?

Du als Gastronom musst Dir keine Sorgen machen, denn um die technische Sicherheitseinrichtung und ihre Zertifizierung muss sich der Kassenhersteller kümmern.

Wir empfehlen Dir lediglich, Dich rechtzeitig mit Deinem Kassenanbieter in Verbindung zu setzen: Erkundige Dich, ob die Kasse, mit der Du arbeitest, alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen wird. Denn sollte dies nicht der Fall sein, müsstest Du Dich bald um ein neues Kassensystem kümmern. Es wird mit einem hohen Ansturm und Lieferengpässen gerechnet, deshalb ist es sinnvoll sich bereits jetzt abzusichern.

 

Diese Fristen gibt es:

Für die Umstellung der Kassen hat der Gesetzgeber eine Frist bis zum 1. Januar 2020 gesetzt. Diese Frist wurde nun verlängert: Bis Ende September 2020 sollen alle Kassen mit einer TSE ausgestattet sein. Das heißt für Dich als Gastronomen, dass Du ab September 2020 nur dann mit einem digitalen Kassensystem arbeiten darfst, wenn es über eine TSE verfügt. Es gibt aber auch eine Schonfrist: Du kannst mit Deiner Kasse noch bis Ende 2022 arbeiten, wenn es baulich und technisch nicht möglich ist, eine TSE zu integrieren. Wir empfehlen Dir aber, Dich rechtzeitig bei Deinem Kassenhersteller zu informieren und Dich gegebenenfalls schon jetzt um eine neue Kasse zu kümmern. So kannst Du böse Überraschungen vermeiden und Deine gesamten Arbeitsprozesse rechtzeitig optimieren.

 

Die Kassensicherungsverordnung rückt immer näher! Entscheide Dich jetzt für ein Kassensystem, das finanzamtkonform ist. So sparst Du Dir unnötigen Stress bei der Kassennachschau oder Hinzuschätzungen bei der Betriebsprüfung. Wir beraten Dich als Gastronom und erklären Dir, was für Dein Kassensystem wirklich wichtig ist – gerade in Bezug auf die KassenSichV. orderbird ist seit Unternehmensgründung finanzamtkonform und das bleibt auch 2020 so. Fülle einfach das unten stehende Formular aus und wir setzen uns umgehend mit Dir in Verbindung, denn wir möchten Dich als Gastronomen bestens auf die Kassensicherungsverordnung vorbereiten.

Mach Deine Gastronomie noch erfolgreicher!

Mit dem iPad-Kassensystem von orderbird sparst Du Zeit, Geld und Nerven. Trag Dich einfach kurz ein und einer unserer Gastronomie-Experten wird sich bei Dir melden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir orderbird E-Mails mit Angeboten und Neuigkeiten aus der Welt der Gastronomie sendet. Ich akzeptiere die AGB und die Datenschutzbestimmungen der orderbird AG.

Vielen Dank!

Einer unserer Kundenberater wird Dich bald kontaktieren.

//