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Speisekarte für Restaurants erstellen: Aufbau, Preise & Tipps

Speisekarte für Restaurants erstellen: Aufbau, Preise & Tipps

Die Speisekarte ist das erste, was Deine Gäste in die Hand nehmen – und oft das Letzte, bevor sie bestellen. Eine gut gemachte Karte lenkt die Aufmerksamkeit, kommuniziert Dein Konzept und beeinflusst Deinen Umsatz direkt.

In diesem Guide erfährst Du, wie Du Deine Speisekarte strukturierst, Preise richtig kalkulierst, rechtliche Pflichten erfüllst und wie Du mit digitalen Lösungen Zeit sparst.

Das erwartet Dich in diesem Artikel zum Thema Speisekarte für Restaurants

Was eine gute Speisekarte leisten muss

Bevor Du anfängst, Gerichte einzutragen und Preise zu notieren, lohnt sich ein Schritt zurück. Eine Speisekarte funktioniert dann, wenn sie drei Dinge gleichzeitig schafft:

  • Sie spiegelt Dein Konzept wider. Ob italienisches Bistro, veganes Café oder regionaler Gasthof – die Karte muss zu Deinem Betrieb passen.

  • Sie ist leicht zu lesen. Gäste scannen Karten, sie lesen sie nicht wie einen Roman. Klare Struktur und überschaubare Länge sind entscheidend.

  • Sie macht Lust aufs Bestellen. Gute Beschreibungen, sinnvolle Kategorien und eine durchdachte Preisgestaltung machen den Unterschied.

Schritt 1 – Konzept und Angebot definieren

Fang nicht mit Gerichten an – fang mit Fragen an. Was ist Dein Betrieb? Wen willst Du ansprechen? Was kannst Du zuverlässig und in guter Qualität liefern?

Eine Karte mit 80 Gerichten klingt nach Auswahl. In der Praxis bedeutet sie: mehr Einkauf, mehr Lageraufwand, mehr Verschwendung, mehr Stress in der Küche. Weniger ist oft mehr – auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Frag Dich ehrlich:

  • Welche Gerichte laufen wirklich gut?

  • Was bringt Marge?

  • Was gehört zum Kern Deines Konzepts – und was ist nur „dabei"?

Schritt 2 – Struktur und Kategorien festlegen

Eine gute Struktur macht Deine Karte übersichtlich und lenkt den Blick auf die richtigen Gerichte. Typische Kategorien für ein Restaurant sind:

  • Vorspeisen / Snacks

  • Suppen / Salate

  • Hauptgerichte (ggf. nach Fleisch, Fisch, Vegetarisch/Vegan unterteilt)

  • Desserts

  • Getränke (oft als eigene Karte)

Wie viele Kategorien sinnvoll sind, hängt von Deinem Konzept ab. Ein Burger-Restaurant braucht keine fünf Unterkategorien. Ein gehobenes Restaurant dagegen profitiert von klarer Gliederung.

Tipp: Platziere Deine umsatz- oder margenstarken Gerichte strategisch. Das obere Drittel und das untere Ende einer Kategorie fallen dem Auge zuerst auf – ein bekanntes Prinzip aus der Kartenpsychologie.

Eine gut strukturierte Speisekarte lenkt den Blick – und den Umsatz.

Wusstest Du, dass... ...schon kleine Änderungen an der Speisekarte den Umsatz um 10 bis 15 Prozent steigern können? Restaurants, die ihre Karte gezielt gestalten, erzielen im Schnitt deutlich höhere Durchschnittsbon-Werte. Das zeigen Studien der Cornell University, die seit Jahren zu Menu Engineering forscht – also zur Frage, wie Kartengestaltung das Bestellverhalten beeinflusst. (Quelle: Cornell University, 2009)


Kleiner Exkurs: Wie Kartenpsychologie Deinen Umsatz beeinflusst

Dass Speisekarten Umsatz beeinflussen, ist keine Vermutung – es ist ein eigenes Forschungsfeld. Menu Engineering nennt sich die Wissenschaft dahinter, und ein paar ihrer Erkenntnisse lassen sich direkt umsetzen:

Der Ankereffekt. Platzierst Du ein teures Gericht oben in einer Kategorie, wirken die Gerichte darunter günstiger, auch wenn sie es objektiv nicht sind. Gäste orientieren sich am ersten Preis, den sie sehen.

Die goldene Zone. Das Auge landet auf einer aufgeschlagenen Speisekarte zuerst oben rechts – nicht oben links, wie man annehmen würde. Genau dort gehören Deine margenstarken Gerichte hin.

Weg mit dem €-Zeichen. Studien zeigen: Sobald ein Währungssymbol neben dem Preis steht, denken Gäste stärker ans Geld und bestellen zurückhaltender. Einfach „14,5" statt „14,50 €" schreiben kann den Unterschied machen.

Weniger Auswahl, mehr Bestellungen. Das „Paradox of Choice" gilt auch in der Gastronomie: Zu viele Optionen überfordern. Karten mit 7 Gerichten pro Kategorie gelten als optimal – genug Auswahl, ohne zu lähmen.


Schritt 3 – Gerichte beschreiben, die Lust machen

Du musst kein Texter sein, um gute Gerichtsbeschreibungen zu schreiben. Aber ein paar Grundregeln helfen:

Nenne die wichtigsten Zutaten. Gäste wollen wissen, was auf den Tisch kommt. Konkret und direkt.

Vermeide leere Adjektive. „Frisch", „lecker" und „hausgemacht" sagen wenig. Besser: „Pulled Pork aus der Schulter, 12 Stunden im Smoker, mit hausgemachtem Coleslaw."

Bleib konsistent. Entweder Du beschreibst alle Gerichte kurz oder alle ausführlich. Gemischte Längen wirken unruhig.

Denk an Allergene. Seit 2014 gilt die Kennzeichnungspflicht für 14 Hauptallergene – auch auf der Speisekarte. Du kannst diese/sie direkt beim Gericht kennzeichnen oder mit einem Hinweis auf eine Allergenliste auf Anfrage verweisen. Ersteres ist servicefreundlicher.

Schritt 4 – Preise richtig kalkulieren

Der häufigste Fehler: zu niedrig ansetzen, weil man Hemmungen hat. Dabei ist eine solide Preiskalkulation keine Frage des Anstands, sondern des Überlebens.

Als Faustregel gilt: Die Wareneinsatzquote sollte bei Speisen zwischen 25 und 35 Prozent liegen – die Zutaten eines Gerichts sollten also maximal ein Drittel des Verkaufspreises kosten. Bei Getränken ist die Spanne noch enger.

Dazu kommen:

  • Personalkosten

  • Betriebskosten (Miete, Energie, Versicherung)

  • Wunschmarge und Gewinn

Ein einfaches Beispiel: Kosten die Zutaten 4 Euro und Du strebst eine Wareneinsatzquote von 30 Prozent an, liegt Dein Mindestverkaufspreis bei rund 13,30 Euro – vor Steuern.

Tipp zur Preisdarstellung: Studien zeigen, dass Gäste weniger preissensibel reagieren, wenn Beträge ohne Euro-Zeichen dargestellt werden – also „13,5" statt „13,50 €". Ob das zu Deinem Stil passt, entscheidest Du.

Wer Preise nach Bauchgefühl setzt, verliert oft ohne es zu merken.

Schritt 5 – Rechtliche Pflichten im Überblick

Eine Speisekarte hat auch eine rechtliche Seite. Das musst Du wissen:

Preisangaben: Alle Preise müssen als Bruttopreise inklusive Mehrwertsteuer ausgewiesen sein. Zusatzstoffe wie Farbstoffe oder Konservierungsmittel müssen ebenfalls gekennzeichnet werden.

Allergene: Die Kennzeichnung der 14 Hauptallergene ist Pflicht. Entweder direkt beim Gericht oder – mit einem entsprechenden Hinweis – auf Anfrage.

Herkunftsangaben: Bei bestimmten Fleischsorten (Rind, Kalb, Schwein, Schaf, Ziege, Geflügel) gilt in der EU eine Herkunftskennzeichnungspflicht in der Außer-Haus-Gastronomie.

Aktualität: Wenn sich Zutaten, Preise oder Zusammensetzungen ändern, muss die Karte aktualisiert werden. Im Stress des Alltags wird das gern vergessen – mit einer veralteten Karte können Gäste Ansprüche geltend machen.

Schritt 6 – Design, Format und Material

Ob selbst gestaltet oder von einer Agentur: Ein paar Grundprinzipien gelten immer.

Lesbarkeit geht vor. Schriftgröße mindestens 11–12 Punkt, ausreichend Kontrast, kein Dekoschrift-Chaos.

Weniger ist mehr. Eine übersichtliche Karte mit 30 Gerichten wirkt professioneller als eine vollgestopfte mit 70.

Passend zum Konzept. Die Optik der Karte sollte zu Deiner Einrichtung und Deinem Gesamtbild passen. Fine Dining braucht eine andere Haptik als ein Streetfood-Stand.

Für den Alltag empfehlen sich abwischbare oder laminierte Karten. Wer regelmäßig Gerichte und Preise anpasst, fährt mit austauschbaren Einlegern gut.

Schritt 7 – Saisonalität einplanen

Eine Speisekarte ist kein Dokument, das einmal erstellt wird und dann für immer gilt. Gerade mit saisonalen Zutaten brauchst Du einen Prozess dafür.

Saisonale Karten haben klare Vorteile: frischere Zutaten, geringere Kosten, höhere Qualitätswahrnehmung. Gleichzeitig bedeuten sie Aufwand – Druck, Logistik, Anpassung im System.

Eine praktische Lösung: Kombiniere eine stabile Basis-Karte mit Tagesgerichten oder saisonalen Einlegern. So bleibt der Kern stabil, Du behältst aber die Flexibilität.


Übersicht der 6 häufigsten Fehler bei der Speisekarte – und wie Du sie vermeidest

Zu viele Gerichte. Eine lange Karte signalisiert nicht Auswahl, sondern Unsicherheit. Küche und Lager leiden, die Qualität auch.

Keine oder schwache Beschreibungen. „Pasta mit Tomatensoße" verkauft sich schlechter als „Hausgemachte Tagliatelle mit langsam gekochter Pomodoro-Soße und frischem Basilikum." Worte machen den Unterschied.

Preise ohne Kalkulation. Wer Preise nach Bauchgefühl oder Konkurrenzvergleich setzt, verliert oft, ohne es zu merken. Wareneinsatz, Personal und Betriebskosten müssen einkalkuliert werden.

Veraltete Inhalte. Gestrichene Gerichte, alte Preise, nicht mehr verfügbare Zutaten – das passiert schnell und macht einen unprofessionellen Eindruck.

Allergene fehlen oder sind unvollständig. Das ist nicht nur ein Serviceproblem, sondern ein rechtliches Risiko. Gäste mit Allergien sind auf korrekte Angaben angewiesen.

Karte und Kassensystem stimmen nicht überein. Wer Speisekarte und Kasse getrennt pflegt, baut sich früher oder später ein Fehlerpotenzial auf. Eine direkte Verknüpfung – wie beim Digitalen Menü in orderbird PRO – vermeidet das.

Digitale Speisekarte im Restaurant – Gast scannt QR-Code am Tisch
Einmal einpflegen, überall aktuell: Das Digitale Menü spart Zeit und Druckkosten.

Digitale Speisekarte – so sparst Du Zeit und Aufwand

Immer mehr Betriebe setzen auf digitale Speisekarten. Die Vorteile: Änderungen in Echtzeit, kein Druckaufwand, einfache Einpflege von Allergenen und die direkte Verknüpfung mit dem Kassensystem.

Wenn Du mit orderbird PRO arbeitest, ist das Digitale Menü direkt inklusive. Neue Gerichte oder Tagesangebote trägst Du einmal in der Kasse ein – und sie erscheinen automatisch online und am Tisch. Änderungen pflegst Du zentral über orderbird PRO oder MY orderbird. Keine Doppelarbeit, keine veralteten Aushänge.

Wer noch einen Schritt weiter gehen will: Mit dem QR-Code-Bestellsystem können Deine Gäste am Tisch selbstständig bestellen und direkt am Smartphone bezahlen – oder später beim Personal. Das entlastet Dein Team in Stoßzeiten und beschleunigt den Tischumschlag.


Checkliste: Speisekarte erstellen – das musst Du abhaken

Inhalt & Konzept

  • Konzept und Zielgruppe definiert

  • Angebot auf das Wesentliche reduziert

  • Kategorien sinnvoll strukturiert

  • Gerichtsbeschreibungen konkret und appetitlich

Kalkulation & Preise

  • Wareneinsatzquote berechnet (Ziel: 25–35 %)

  • Personal- und Betriebskosten eingerechnet

  • Preisdarstellung einheitlich

Recht & Pflichten

  • 14 Hauptallergene gekennzeichnet

  • Zusatzstoffe ausgewiesen

  • Bruttopreise inklusive MwSt. angegeben

  • Herkunftsangaben bei relevanten Fleischsorten vorhanden

Design & Umsetzung

  • Lesbarkeit geprüft (Schrift, Kontrast)

  • Format und Material zum Konzept passend

  • Saisonale Aktualisierungen eingeplant

Digital & Technik

  • Digitale Version vorhanden oder geplant

  • Karte mit Kassensystem verknüpft (kein doppelter Pflegeaufwand)

  • QR-Code-Lösung geprüft

Hier kannst Du Dir die

Checkliste direkt herunterladen

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Fazit: Eine gute Speisekarte ist kein Zufall

Wer seine Speisekarte mit Konzept, klarer Struktur und einem Blick auf Kalkulation und Recht aufbaut, legt eine wichtige Grundlage für den Erfolg seines Betriebs. Und wer Aktualisierungen und Digitalisierung direkt mitdenkt, spart im Alltag wertvolle Zeit.

Du willst sehen, wie orderbird PRO Dich dabei unterstützt – vom Artikelmanagement bis zur digitalen Speisekarte? Dann vereinbare jetzt eine kostenlose Demo mit unseren Gastro-Experten.

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