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Der Begriff Restaurant kommt ursprünglich aus dem Französischen und bedeutet so viel wie sich stärken. Und wenn es schon aus Frankreich kommt, liegt es natürlich nahe, dass der Namensgeber auch Franzose war und zwar der Wirt einer Suppenküche in Paris mit dem Namen: Boulanger. Im Jahr 1765 hat er sich Gerüchten zufolge, dem Widerstand der Köche entgegengestellt und neben Suppen auch andere kleine Gerichte angeboten. Belegt ist das aber natürlich, wie so oft in der Historie, natürlich nicht.

Die Entstehungsgeschichte der Restaurants

Restaurants selbst gibt es aber schon seit der Zeit der Römer. In Pompeji sollen es ganze 160 Kneipen und Garküchen existiert haben, besonders viele an öffentlichen Plätzen. Und wie heute noch, konnte man sich am Tresen oft lediglich einen Imbiss kaufen oder in den Gastraum gehen und dort Platz nehmen. Allerdings, alle Feministinnen aufgepasst, waren diese Restaurants in der Tat nur den Männer vorbehalten! Wieso? Ganz einfach, die Fresken haben in großen Teilen der Räumlichkeiten erotische Situationen und Szenen dargestellt. Zu den besten Köchen zählten dort übrigens Sklaven oder Angestellte.

In China hingegen sind die ersten Restaurants erst im 10. Jahrhundert eröffnet worden. Allerdings wurden diese hier nur besucht, um etwas besonders Leckeres und Hochwertiges zu verspeisen. Es gab allerdings auch viele Gaststätten, die für Arbeiter günstigere, einfachere Gerichte angeboten haben. Wie auch heute noch.

Aber nun zurück zu den Römern. Mit dem Verlauf der Geschichte veränderte sich auch die Bewirtung in Gasthäusern. Hier wurden nach und nach immer mehr Reisende empfangen, die gemeinsam an einem Tisch gespeist haben und sich im Restaurant austauschten. Das richtige Restaurant kehrte erst ab 1789 zurück, und damit zeitgleich mit der französischen Revolution, in deren Rahmen das Zunftrecht für Bewirtung aufgehoben wurde. Das besagte nämlich, dass beispielsweise Suppenküche und Pastetenbäcker im Rahmen ihrer Innung äußerst streng getrennt werden mussten. Sie konnten also nicht einfach mal so Aufgaben einer anderen Berufsgruppe ausüben.

Zünftiges Zunftrecht und Restaurants der Haute Cuisine

Vor der Revolution existierten durch das strenge Zunftrecht weniger als 100 Restaurants, die nach 1800 um das Sechsfache anstiegen. Zudem entstand der Brauch, dass sich weniger repräsentativ wohnhafte Menschen andere Bürger zu geschäftlichen Besprechungen in ein Restaurant einluden. Der Erfolg der Küche lässt sich dabei ganz einfach erklären, denn die Restaurants wurden von den Köchen betrieben, die zuvor für adelige Arbeitgeber tätig waren, die während der Revolution geflohen waren. So ist auch der gehobene Kochstil der Franzosen entstanden, da die Küche der Perückenträger plötzlich für die breite Masse zugänglich war. Und welchen Titel mag diese Küche wohl erhalten haben? Richtig! Grande Cuisine, entstanden durch die Haute Cuisine.

Die Liason: Speisekarte und Einzeltische

Und wenn man schon mal dabei ist, etwas zu ändern, dachten sich die Franzosen wohl, kann man gleich weitermachen und die Gäste in den Restaurants, im Gegensatz zu den Gaststätten, an Einzeltische platzieren. Dazu wurde die Speisekarte eingeführt und voilà plötzlich konnten die Gäste zu jeder Uhrzeit eine warme Mahlzeit zu sich nehmen und zwar die, auf die sie gerade Lust hatten. Das war in Speisegaststätten anders. Hier gab es ein Tagesmenü zu einem festgelegten Preis.

Restaurant organisieren leicht gemacht durch Gastronomie Kassensysteme von orderbird.

Die USA übernahmen das Konzept der Restaurants verhältnismäßig spät und zwar erst Ende des 19. Jahrhunderts. Dort gab es zu Anfang nur Hotelrestaurants. Aber wie es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten oft so ist, aus den Hotelrestaurants entwickelten sich Restaurants und aus diesen wiederum Ketten mit einer meist identischen Speisekarte und daraus entwickelten sich die Schnellrestaurants mit Selbstbedienung und die Erlebnisgastronomie!

Das älteste aktive Restaurant solltest Du übrigens besuchen, wenn Du in Madrid unterwegs bist. Es wurde 1725 eröffnet und heißt Casa Botin!

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