Eine Kiezkneipe im Herzen von Augsburg? Klingt abwegig, ist im Fall von „Hallo Werner!“ aber genau das, was dem angestaubten Städtchen gefehlt hat. Seit der Eröffnung hat sich die Bar zum Szenetreff gemausert und serviert nicht nur kühle Getränke, sondern auch heiße Partynächte. Das Erfolgsgeheimnis ist die Mischung aus Opas Wohnzimmer, frecher Schnauze und den entspannten Gründern hinter der Theke – getreu dem Motto: „Hast Du n’ Problem?! Geh weiter!“ Hallo Werner! ist ein Ort für Freunde, zum Tanzen, Abstürzen und für ein Bier zu viel. Wer trinkt den Barkeeper unter den Tisch, Freiwillige vor!

Wir haben Matthias Mörtl, einen der vier Gründer, knapp fünf Monate nach ihrem Gewinn beim Gastro-Gründerpreis 2014 gefragt, was seitdem so passiert ist in „Werners“ Leben.

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Was hat sich seit Eurem Gewinn beim Gastro-Gründerpreis für Euch verändert?

Matthias Mörtl: Eine direkte Veränderung haben wir ehrlich gesagt eigentlich nicht bemerkt. Wir haben uns erst einmal wahnsinnig über den Geldgewinn gefreut, da der in den letzten Zügen unseres Umbaus wirklich kriegsentscheidend war. Als wir dann jedoch ein paar Wochen geöffnet hatten, haben wir schon gemerkt, dass die Leute uns etwas ernster genommen haben, nachdem sie von dem Gastro-Gründerpreis erfahren haben. Das Gütesiegel sozusagen, dass es nicht nur eine Schnapsidee war, sondern dass wir das Ganze schon ernst nehmen.

Welchen Preis konntet Ihr damals am besten gebrauchen?

Matthias: Wie schon gesagt, dass Geld war entscheidend für die Eröffnung, wobei wir mittlerweile am meisten von dem Kassensystem von orderbird profitieren.

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Was ist Euer ultimativer Tipp für Gastro-Gründer?

Matthias:Ein Konzept zu erstellen, hinter dem man zu 100 Prozent steht und das einem selbst Spaß macht. Das merken die Kunden und auch alle Mitarbeiter.

Inzwischen seid Ihr echt eine richtige Hausnummer als Club. Wie kommt Ihr an die ganzen Künstler?

Matthias: Hauptsächlich melden Sich die Künstler bei uns und fragen nach freien Terminslots. Und da wir von Anfang an versucht haben, den lokalen Künstlern eine Plattform zu bieten, wird das mittlerweile auch wirklich gut von der ganzen Szene angenommen und wir sind sehr zufrieden, wie alles läuft. Das durch den Gründerpreis noch der ein oder andere Gig aus Berlin oder Hamburg zu uns kommt, freut uns natürlich umso mehr.

Ich habe gelesen, dass Ihr wieder Stress mit den Nachbarn habt? Müssen wir uns Sorgen machen?

Matthias: Nein, es gibt keinen Grund zur Sorge. Natürlich gibt es immer kleinere Unannehmlichkeiten für die Nachbarn eines Nachtclubs, aber wir versuchen alles, um die Belastung so klein wie möglich zu halten. Und bisher gelingt uns das ganz gut.

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Was würdet Ihr bei einer 3. Eröffnung von „Hallo Werner!“ anders machen?

Matthias: Bei einer 3. Eröffnung wären wir Vier im Urlaub und würden erst am Tag der Eröffnung zurückkommen =)

Wo geht’s denn in Zukunft hin?

Matthias: In meinem Kopf schwirren viele Pläne herum, von einem Techno-Festival zu einem Restaurant oder einem „Hallo Werner!“-Ableger in New York. Was davon wirklich noch alles passiert, wird sich zeigen. Aber irgendwas kommt sicher noch.

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Würdet Ihr noch einmal beim Gastro-Gründerpreis teilnehmen?

Matthias: Klar, auf jeden Fall. Der unkomplizierte Weg zur Teilnahme und die Benefits machen den Preis zu einer tollen Sache für alle Gastro-Gründer, auch wenn man wenig Zeit hat.

Zu guter Letzt, Eure Wunschfrage: Wir werden oft gefragt, ob es in anderen Läden auch so geil ist wie bei euch?!

Matthias: We doubt it!

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