Letztes Jahr gewann Luisa Dlugay den Gastro-Gründerpreis 2015. Heute sind ihre Stullenkreationen in aller Munde! Sogar focus.de, welt.de und Co. berichten über das Konzept der Dresdnerin. Ihre Geschäftsidee? Schnöde Stullen in einen kulinarischen Leckerbissen verwandeln. Ihr Erfolgsrezept? Blaubeer-Pinienkern-Pesto oder Rhabarber-Chutney! Kein Wunder, dass bei so viel Kreativität und Charisma auch großes Medieninteresse auf sie stößt. Und das lockt selbstverständlich Gäste an! Während sich die nächste Runde Gastro-Gründer noch bis zum 15. Juli 2016 beim Gastro-Gründerpreis 2016 bewerben kann, fragen wir Luisa Dlugay über ihre Erfahrungen: Welchen Preis konnte sie damals am besten gebrauchen? Und was hat sich seit ihrer Eröffnung im Stullenbüro verändert? Alle Antworten erfahrt Ihr hier.

Luisa, welchen Preis konntest Du damals am besten gebrauchen?

Die großartigste Begleiterscheinung war die mediale Aufmerksamkeit! Das ist mit Geld gar nicht aufzuwiegen. Gerade in der Anfangsphase war das unglaublich hilfreich. Und natürlich meine Gastro-Kasse von orderbird! Es ist toll zu wissen, dass in den nächsten Jahren keine Kosten auf mich zukommen.

Was hat sich seit Deinem Gewinn beim Gastro-Gründerpreis für Dich verändert?

Es wird viel über das Stullenbüro gesprochen. Viele Leute kommen auch gezielt rein, weil Sie vom Gastro-Gründerpreis gehört haben und sich das Stullenbüro persönlich anschauen wollten.

Was ist Dein ultimativer Tipp für Gastro-Gründer?

Machen! Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste. Man muss irgendwann einfach anfangen, viel Geduld haben und einen Plan haben. Eine große Portion Mut gehört natürlich auch dazu. Damit klappt das schon.

Auf der Intergastra verraten Luisa Dlugay und Anna Schubert vom Haferkater ihre Tipps und Tricks für Gastro-Gründer

Die Stulle hat ja eigentlich ein eher verstaubtes Image. Wie schaffst Du es, sie für Deine Gäste attraktiv und lecker zu gestalten?

Frische Zutaten, hochwertige Qualität und ausgefallene Kreationen. Du musst Deinen Gästen immer etwas bieten, immer variieren und überraschen. Ich persönlich benutze gerne etwas vergessene Gemüsesorten. Damit zeige ich den Gästen, was wir alles direkt vor unserer Tür haben und motiviere sie, damit zu arbeiten!

Wo geht’s denn in Zukunft hin? Du hast Dein Konzept ja bereits erfolgreich um einen Catering-Service erweitert. Willst Du noch weiter expandieren?

Tatsächlich bin ich am überlegen meine Frühstückstüten morgens mobil zum Beispiel am Bahnhof zu verkaufen. An diesen Knotenpunkten, an denen Menschen in Eile sind, wenig Zeit haben und trotzdem nicht auf gesundes und schnelles Essen verzichten möchten, sind Stullen genau das Richtige!

Du warst in Dresden und auch bundesweit in vielen Medien. Wie wirkt sich das auf Dein Geschäft aus? Sprechen Dich viele Gäste darauf an?

Ja, es ist tatsächlich so. Immer wieder kommen Menschen gezielt in meinen Laden, weil Sie irgendwo vom Stullenbüro gehört oder darüber gelesen haben.

Luisa Dlugay vor ihrem Stullenbüro mit Gästen
Luisas „Feel Good Fastfood“ kommt bei ihren Gästen super an 

Was sind für Dich die kommenden gesunden Fast Food Trends?

Ich glaube es wird sich ganz viel in Richtung Raw-Food bewegen. Und auch vegane Essenskonzepte werden immer massenkompatibler. Ich glaube der Trend geht wirklich weg vom Fleisch und hin zum schnellen, gesunden und ungewöhnlichen Essen zum Mitnehmen.

Würdest Du noch einmal beim Gastro-Gründerpreis teilnehmen?

Das geht? Unbedingt, jederzeit wieder! (lacht)

Inwiefern hast Du Dein Konzept seit der Gründung angepasst?

Neu ist, dass es am Samstag immer ein Frühstück gibt, auch als vegane Variante. Außerdem biete ich jeden Tag eine Suppe an, die Gäste in Kombination mit einer Stulle und einem Apfel auch als Mittagstüte mitnehmen können.

Also, schaut vorbei im Stullenbüro:

Stullenbüro
Görlitzer Straße 37
01099 Dresden
www.stullenbüro.de
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