Der Coronavirus verbietet allen Unternehmern in der Gastronomie zumindest zwischenzeitlich die Bewirtung vor Ort. Lieferdienst oder Abholservice bleiben dadurch oft die einzigen Möglichkeiten, um mit der eigenen Gastronomie Umsatz zu erwirtschaften.

Für einige Gastronomen bedeutet dies nur eine Verlagerung des bisherigen Services während der Coronavirus-Krise. Doch was kannst Du tun, wenn Du mit Deiner Gastronomie noch nie einen Lieferservice oder die Abholung von Essen angeboten hast? Hier findest Du mehrere Varianten, wie Du Deinen Lieferdienst oder die Abholung Deiner Speisen und Getränken rundum die Uhr organisieren kannst:

Die kostenlose Basis-Variante: Telefon, WhatsApp und Facebook-Messenger
Die Vollservice-Variante: Lieferando
Die Do-It-Yourself-Variante: JotForm
Die mittlere Variante: Happz
Die selbstständige Variante: DISH
Weitere unterstützende Alternativen, um Lieferservice und Abholung in der Gastronomie anzubieten

 

Generell gilt, wenn Deine Stammkunden nicht wissen, wann Du und Deine Gastronomie offen haben, wird es schwer zu bestellen . Dabei macht es keinen Unterschied, ob Du auf Abholung setzt oder einen Lieferdienst nutzt. Deshalb musst Du unbedingt deine Öffnungszeiten auf Facebook und bei Google aktualisieren. Zusätzlich musst Du sicherstellen, dass Du Deine Angebote angemessen abrechennen kannst. Dabei spielt kontaktloses Zahlen oder Vorkasse mit unterschiedlichen Zahlungsmethoden eine große Rolle. Es muss einfach einfach sein UND Deine Stammkunden müssen wissen, dass sie auch in der Coronavirus-Isolation bei Dir bestellen können. Prüfe die folgenden Optionen, um trotz der Corona-Krise möglichst vile vom Liefergeschäft als Gastronom zu profitieren:

 

Die kostenlose Basis-Variante: Telefon, WhatsApp und Facebook-Messenger

Worum geht es und wie kann ich starten?

Ganz einfach: Du nimmst Bestellungen per Telefon, WhatsApp oder Facebook Messenger auf – oder durch eine Kombination dieser Kanäle. 

Für diese Variante ist es notwendig, die Speisen und Getränke selbst ausliefern zu können. Außerdem müssen Deine Kunden Dein aktuelles Menü kennen. Das kannst Du zum Beispiel auf Deiner Homepage, Facebook-Seite oder Instagram- und WhatsApp-Profil hinterlegen.

Um Werbung für Deinen Lieferdienst oder Abholservice zu machen, kannst Du Poster an Dein Ladengeschäft hängen, Flyer in der Nachbarschaft verteilen und den neuen Service in Social Media oder per E-Mail verkünden.

Vorteile des Lieferservice

Diese Variante ist sehr schnell umgesetzt – und das Aufsetzen dieser Lösung kostet Dich neben Deinen üblichen Telefon- und Internetgebühren kein Geld – gerade in der Coronavirus-Krise, in der jeder Euro zählt, ein großer Vorteil.

Nachteile

Die Aufnahme der Bestellungen ist sehr zeitintensiv, da Du jede Bestellung persönlich beantworten musst. Bestellungen nur über das Telefon können außerdem leicht zu Missverständnissen führen – und somit zu einem schlechten Erlebnis für Deine Kunden.

Lieferservice packt die Speisen in einer Gastronomie ein

Die Vollservice-Variante: Lieferando

Was ist Lieferando?

Lieferando ist mit über 15.000 Restaurants der mit Abstand größte Lieferservice-Vermittler in Deutschland – und vermittelt ebenso Abholung von Speisen und Getränken. Deine Kunden können so über App oder Website bei Dir bestellen, Du musst nur die Bestellungen aufnehmen und an die Fahrer übergeben – um die Zahlungsabwicklung und die Auslieferung kümmert sich Lieferando.

Wie kann ich starten?

Wenn Du Deine Gastronomie anmelden möchtest, kannst Du das hier machen.

Um Bestellungen anzunehmen, benötigst Du einen speziellen Drucker. Dieser kostet derzeit etwa 200 Euro. Alternativ kannst Du Bestellungen auch kostenlos via Fax, SMS oder in einem speziellen PC-Programm annehmen.

Außerdem ist der Lieferservice nicht in jeder Gemeinde verfügbar. Eine Auflistung des Servicegebiets findest Du hier

Vorteile des Lieferservice

Du musst selbst keine Auslieferflotte besitzen, musst Dir keine Sorgen um die Zahlungsabwicklung machen und durch die große Anzahl der Lieferando-Kunden musst Du selbst nicht einmal zwingend Werbung für Dein neues Angebot machen – schaden kann das aber auch hier nicht.

Nachteile

Service hat seinen Preis: Lieferando nimmt laut Presseberichten eine Provision von bis zu 20 Prozent des Umsatzes. Außerdem ist der Wettbewerb innerhalb der Lieferservice-Plattform hoch – so kann es passieren, dass Du mit einer Werbung für Dein Angebot am Ende Werbung für einen Wettbewerber machst. Gerade während der Coronavirus-Krise sind viele neue Restaurants auf die Plattform gekommen.

Während in Deutschland der Mehrwertsteuersatz für den normalen Restaurantbesuch vor Ort in der Regel 19 % beträgt, fallen für Lieferservice und Abholung nur 7 % an 

Hier findest du weitere Infos zu den Besonderheiten zur Mehrwertsteuer in der Gastronomie in Deutschland.

 

Die Do-It-Yourself-Variante: JotForm

Worum geht es?

Bei JotForm kannst Du Dein Menü in einem Online-Formular anlegen. Deine Kunden können in einem Formular angeben, was sie bestellen möchten. Füllt ein Kunde Dein Formular aus, erhältst Du mit dem Absenden automatisch eine E-Mail mit der Bestellung und Du musst Dich nur noch um Lieferung oder die Abholung kümmern.

Wie kann ich starten?

Um JotForm nutzen zu können musst Du Dich hier registrieren.

Anschließend musst Du ein Formular erstellen, in dem Du alle Felder anlegst, Die Du für Deine Bestellannahme benötigt: Der Wunsch nach Lieferung oder Abholung, die Adressdaten Deiner Kunden, Deine Speisekarte mit Essen, Getränken und Preisen sowie die gewünschte Lieferzeit. 

JotForm bietet Dir auch eine Reihe von Vorlagen an – Hier findest Du eine Vorlage für ein Bestellformular für Gastronomien, die Du schnell anpassen kannst.

Da diese Option lediglich die Bestellannahme abdeckt, benötigst Du auch für diese Variante eine Lösung, um Deine Bestellungen an Deine Kunden ausliefern zu können. Gerade das Anbieten von Abholungen ist jedoch schnell umgesetzt.

Vorteile des Lieferservice

JotForm ist bis zu 500 Formularabgaben kostenlos. Danach kostet es bis zwischen 15 und 50 US-Dollar monatlich. Im Vergleich zu den anderen Optionen ist es daher eine günstige Option.

Nachteile

Obwohl es bei JotForm eine deutsche Sprachauswahl gibt, ist zum jetzigen Zeitpunkt der Hauptteil der Webseite auf englisch. Außerdem ist es durch die vielen verschiedenen Optionen komplizierter als die meisten anderen hier vorgestellten Alternativen. Das liegt auch daran, dass die digitale Speisekarte nur eine von vielen Verwendungsmöglichkeiten für JotForm darstellt.

Ein Lieferdienst bringt auf der Straße die Speisen aus der Gastronomie zum Kunden

Die mittlere Liefervariante: Happz

Worum geht es?

Happz ist eine digitale Speisekarte. Dort kannst Du Dein Menü mitsamt von Bildern, Preisen und Allergen-Angaben anlegen. Einmal angelegt, kannst du Dein Menü für ein Online-Bestellsystem verwenden.

Wie kann ich starten?

Registriere Dich auf der Happz-Webseite. Danach kannst Du Deine Speisekarte in Happz anlegen.

Auch mit Happz benötigst Du jemanden, der Deine Speisen und Getränke ausliefert – sei es zu Fuß in der Nachbarschaft oder mit Fahrrad oder Auto.

Vorteile des Lieferservice

Mit Happz hast Du eine Lösung, die extra dafür gebaut wurde in Windeseile Deine eigene Bestell-Webseite inklusive Bezahlsystem anzulegen.

Nachteile

Mit 10 % Umsatzprovision pro Bestellung ist Happz nicht die günstigste Variante. Gerade wenn Du nicht viel rumbasteln möchtest und eine schnell umgesetzte, professionelle Lösung haben möchtest jedoch das Geld wert. Auch hier gilt jedoch: Dein Menü spricht sich nicht von selbst rum – du musst also auch hier Marketing für Deinen Liefer- oder Abholservice betreiben.

 

Die selbstständige Variante: DISH

Worum geht es?

DISH ist eine kostenlose Plattform mit digitalen Werkzeugen für Gastronomen. DISH ist ein Angebot von HOSPITALITY.digital, einer Tochterfirma von METRO. Eines der Tools von DISH ist die Internetpräsenz – das Anlegen Deiner eigenen Webseite. Dort kannst Du nun eine neue Funktion aktivieren, über welche Deine Kunden Bestellungen zur Abholung und/oder Lieferung aufgeben können.

Wie kann ich starten?

Um DISH nutzen zu können, musst Du dich zunächst hier registrieren. Dort kannst Du dann Deine Restaurant-Website erstellen und die Bestell-Funktion aktivieren.

Da DISH lediglich eine Online-Plattform ist, benötigst Du zusätzlich jemanden, der Deine Speisen und Getränke ausliefert.

Vorteile des Lieferservice

DISH ist eine professionelle Lösung für Deine Bestellseite – und das kostenlos. Wenn Du Deine Webseite mit DISH erstellt hast, ist der Weg zu einem eigenen Lieferservice oder der Abholung von Essen nicht mehr weit!

Nachteile

Auslieferung in Eigenregie, wobei Du jedoch auf Vergünstigungen bei Anmietungen von ShareNow zurückgreifen kannst. Es gibt da eine Kooperation zwischen den beiden Anbietern.

Ein Lieferdienst nimmt das Essen vor einem Restaurant entgegen

Weitere unterstützende Alternativen, um Lieferservice und Abholung in der Gastronomie anzubieten

Lieferdienst-Hilfe für Deutschland, Österreich und Schweiz

Pogastro unterstützt mit „Gratis-Handymarketing“ die lokale Liefer-Gastronomie. Als Corona-Soforthilfe für die Gastronomie in Deutschland, Österreich und der Schweiz bringt Pogastro für einen Monat kostenlos Angebote auf alle Handys von Gästen im direkten Umkreis des jeweiligen Restaurants. Senden Sie eine Mail mit Ihrem Angebot, das Sie veröffentlichen möchten.

Weitere Alternativen für Lieferdienste in ganz Deutschland

Für Deutschland – Local Gastro will die Gastro-Szene in diesen schweren Zeiten dabei unterstützen, dass sie erhalten bleibt. Ihr Angebot für Liefer- und Pickup-Service können Sie hier eintragen.

RestaurantRanglisten.de veröffentlicht auf Ihrer Seite, sortiert nach Bundesländern, die Angebote der Restaurants während der Corona-Epidemie, die Kunden Ihres Portals sind. Falls Sie noch kein Kunde sind, können Sie sich hier kostenpflichtig registrieren

Lieferservice für Berlin

Auf den offiziellen berlin.de – Seiten können Sie Ihre Angebote kostenlos veröffentlichen lassen, wenn Sie Sie aktuell einen Abhol- oder Lieferservice anbieten. Den Anmeldelink finden Sie hier.

Lieferdienst für Baden-Württemberg

Die Badische Zeitung unterstützt u.a. Gastronomiebetriebe mit Lieferdienst oder Abholservice mit einem kostenlosen Online-Branchenverzeichnis. Um sich für das Verzeichnis aufnehmen zu lassen, senden Sie eine Mail an die BZ.

Lieferdienst für Österreich

Auf jetztliefern.at kann jedes Unternehmen kostenlos direkt Produkte hinterlegen und damit seinen eigenen Onlineshop gestalten. Gastronomiebetriebe können so Lieferdienste und Abholservice anbieten. Hier können Sie sich eintragen.

Lieferdienst für Oberbayern

Für Oberbayern – Die Initiative #oberbayernhältzusammen von Merkur bietet eine Plattform auf der Sie hier Ihr Restaurant oder lokales Unternehmen mit Ihrem Corona-Service, wie Lieferdienste oder Abholservice, eintragen können. Hier können Sie sich für die Karte eintragen.

Lieferdienst für den Rheinkreis

rheinkreishelden.de ist eine Online-Plattform für die lokale Gastro auf der Sie kostenfrei Ihren Lieferdienst und Abholservice anbieten können. Hier können Sie Ihren Gastronomiebetrieb registrieren.

Lieferdienst für Ulm

Für DACH –Für Ulm – in ULM, der Stadtblog für Ulmer und Ulm-Besucher, hat eine Übersicht über noch alle operierenden Geschäfte und Gastronomien in Ulm erstellt, die Lieferung und Abholung anbieten. Wenn Sie dort auch aufgeführt werden wollen, melden Sie sich über, Facebook oder schreiben Sie eine Mail an in ULM.

Lieferdienst für Paderborn

Hasentaler will beim Helfen helfen und führt Listen mit Geschäften und Restaurants, die Gutscheine und Lieferdienste in Paderborn anbieten. Hier finden Sie das Online-Formular, um Ihr Geschäft eintragen zu lassen.

Lieferdienst für Oeynhausen

City Bad Oeynhausen finden Sie Restaurants, die auf einen Abholservice oder Bringdienst umgeschaltet haben, um so Ihre heimische Gastronomie unterstützen zu können. Senden Sie eine Mail mit Ihrem Angebot, um sich ebenfalls auflisten zu lassen.

 

Der Corona-Virus und die wirtschaftlichen Folgen trifft die Gastronomie hart. Dennoch wirst Du auch diese Krise überstehen. Mehr Informationen zu Corona und Gastronomie findest Du in dieser Coronavirus-Guideline für Gastronomen.

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