In der Gastronomie zählt Trinkgeld als wichtige zusätzliche Einnahmequelle – ABER wann ist Dein Trinkgeld wirklich steuerfrei? Und wo lauern gerade für Dich als selbstständiger Gastronom Steuerfallen? Das erfährst hier!

Ein Job in der Gastronomie zeichnet sich nicht nur doch ein hohes Stresslevel und lange Schichten aus, sondern auch durch den fixen Arbeitslohn und das zusätzliche Trinkgeld. Viele Angestellte brauchen die Trinkgelder, um trotz Mindestlohn am Ende des Monats ihr Gehalt aufzubessern. Laut Statistiken liegt die Höhe des Trinkgeldes in Deutschland zwischen 5 bis 10 Prozent Trinkgeld pro Rechnung. Ähnlich viel zahlen Trinkgeldgeber in anderen Ländern in Europa. In Asien ist es nicht üblich für guten Service zusätzlich Geld zu zahlen – lediglich in internationalen Hotels und in Thailand.

 

Statistiken zeigen: Je höher der Rechnungsbetrag, desto weniger Trinkgeld gibt es!

 

Was Du als Angestellter bei Deinen Trinkgeldern beachten musst

Generell lässt sich sagen, dass Dein Trinkgeld dann steuerfrei ist, wenn das Geld freiwillig von Deinem Gast gezahlt wird und direkt an Dich als Arbeitnehmer geht. Die direkte Zahlung an Dich stellt eine direkte Beziehung zwischen Dir und Deinem Gast her. Das ist für das Finanzamt bei der Entscheidung, ob steuerfrei oder nicht, entscheidend. Als Arbeitnehmer in der Gastronomie kannst Du auch einen Rechtsanspruch auf Trinkgeld haben. Das ist dann der Fall, wenn explizit auf 10 % des sogenannten Bediengeldes beziehungsweise Bedienzuschläge hingewiesen wird. Diese Art von Trinkgeld ist somit für Deinen Gast nicht mehr freiwillig und für Dich als Arbeitnehmer nicht mehr steuerfrei. In Deiner Steuererklärung muss die Höhe des Trinkgelds zu Deinem fixen Arbeitslohn angegeben werden. Steuertipps und Hilfestellungen zu Deiner Steuererklärung bekommst Du unter anderem bei einem Lohnsteuerhilfeverein.

 

Was Du als selbstständiger Gastronom bei Deinen Trinkgeldern beachten musst

Wenn Du ein selbstständiger Gastronom bist, sprich Unternehmer, gilt die Steuerfreiheit für Trinkgelder leider nicht. Du musst Trinkgeld, das Du erhalten hast, als Betriebseinnahmen versteuern. Das Finanzamt besteht auf eine detaillierte Auflistung Deiner Zuwendungen, die Du erhalten hast. Trinkgeld erhöht Deinen Gewinn und muss auch als Umsatzsteuervoranmeldung versteuert werden. Am Besten erstellst Du für jedes Trinkgeld, das Du erhalten hast, einen Eigenbeleg, um so Deine Betriebseinnahmen im Auge zu behalten. Das Finanzamt kontrolliert oft die Trinkgeldeinnahmen, gerade von einem selbstständigen Unternehmer in der Gastronomie. Wenn Du Deine Trinkgelder selbst nicht richtig in Deiner Steuererklärung vermerkst, dann wird Dein Trinkgeld vom örtlichen Finanzamt geschätzt. Und diese Schätzung der Trinkgelder kann für Dich unschön enden, denn wie gesagt: Trinkgeld ist für Dich als Unternehmer nie steuerfrei. Umgehen kannst du das, in dem Du beispielsweise mit Deinem Kassensystem die erhaltenden Trinkgelder erfasst. Das könnte dann so aussehen: Trinkgeld mit orderbird erfassen

Leere Kaffeetasse auf einem Tisch mit fünf Euro Schein

Trinkgeld – fester Bestandteil in der Gastronomie

Die Trinkgeldkasse

Üblicherweise wird in der Gastronomie die Summe des Trinkgelds in der gemeinsamen Trinkgeldkasse oder auch im Trinkgeld-Pool gesammelt und aufgeteilt. Meist bekommt dann fairerweise nicht nur der Service, sondern auch Mitarbeiter hinter den Kulissen in der Küche etwas ab. Niemand kann Dich jedoch zum Teilen des Trinkgelds zwingen. Trinkgelder die so gesammelt und verteilt werden, sind laut Lohnsteuerhilfeverein steuerfrei. Anders hat der Bundesfinanzhof (BFH) für Spielbanken entschieden. Hier gibt es keinen persönlichen Bezug zwischen dem Trinkgeldgeber und dem Mitarbeiter. In Spielbanken werden die Jetons in einem Tronc gesammelt und vom Arbeitgeber verteilt. Der BFH befindet diesen Vorgang als anonym, sprich es besteht kein persönlicher Bezug. Die Folge ist, dass das Tronc-Geld immer steuerpflichtig ist. Anders ist der Sachverhalt, wenn das Trinkgeld direkt an den Mitarbeiter gezahlt wird. Hier sind die Trinkgelder dann wiederum steuerfrei.

 

Mit dem iPad-Kassensystem für die Gastronomie von orderbird kannst Du Deine Trinkgelder am Ende Deiner Schicht ordentlich zusammenrechnen. Das hilft Deinem Steuerberater, um die Trinkgelder ordentlich zu versteuern. Dadurch entstehen keine Nachteile für Dich als Gastronom. Lass Dir doch von uns eine kostenlose Demo geben, um alle Vorteile unseres Kassensystems kennenzulernen.

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