Von Cold Brew bis Collagen Latte: 7 Fakten über Kaffee, die Du noch nicht kanntest
Kaffee ist weit mehr als ein Wachmacher. Für viele Menschen gehört er fest zum Alltag – und für Cafés, Restaurants und Hotels zählt er zu den margenstärksten Produkten auf der Speisekarte. Gleichzeitig steigen die Ansprüche der Gäste: Sie achten auf Qualität, Herkunft und Nachhaltigkeit und wünschen sich individuelle Kaffeespezialitäten.
Für Gastronomen lohnt es sich deshalb, die aktuellen Entwicklungen rund um Kaffee zu kennen. Wir zeigen Dir sieben spannende Fakten über Kaffee und erklären, warum das Heißgetränk auch wirtschaftlich eine große Rolle spielt.
Das erwartet Dich in diesem Artikel über 7 spannende Kaffee-Fakten:
Kaffeekonsum in Zahlen: Deutschland, das Land der Kaffeetrinker
Alles kalter Kaffee? Arabica und Robusta sind die beliebtesten Kaffeesorten
Interessiert mich die Bohne – mit Zusatzwissen punkten
Kaffee-Trends entwickeln sich ständig weiter
Das macht dem Kaffee keiner nach: Umsatzbringer der Gastronomie
Herkunft zählt: Nachhaltigkeit wird zum Kaufkriterium
Fazit: Kaffee bleibt ein Erfolgsfaktor für die Gastronomie
1. Kaffeekonsum in Zahlen: Deutschland, das Land der Kaffeetrinker
Kaffee ist mit Abstand das beliebteste Getränk der Deutschen. Nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes werden hierzulande rund 161 Liter Kaffee pro Kopf getrunken. Auch wenn Vollautomaten und Kapselmaschinen den Großteil des Konsums ausmachen, bleibt Filterkaffee bei vielen Kaffeetrinkern beliebt: Rund 20 Prozent trinken ihn regelmäßig. Laut dem orderbird Getränkereport entfällt mit 27 Prozent mehr als jede vierte Getränkebestellung auf Kaffee. Innerhalb des Kaffeesegments ist Espresso mit einem Anteil von 65 Prozent aller Kaffeebestellungen die mit Abstand beliebteste Wahl.
2. Alles kalter Kaffee? Arabica und Robusta sind die beliebtesten Kaffeesorten
Nicht jede Kaffeebohne schmeckt gleich. Die weltweit gefragtesten Kaffeesorten sind Arabica und Robusta.
Arabica
milder Geschmack
fruchtige und feine Aromen
geringerer Koffeingehalt
macht rund 60 bis 70 Prozent der weltweiten Produktion aus
Robusta
kräftiger und würziger Geschmack
deutlich mehr Koffein
sorgt für eine stabile Crema
wird häufig für Espresso-Blends verwendet
Wichtig für das Aroma: Kaffee immer aromageschützt aufbewahren sowie trocken und kühl lagern.
3. Auf die Röstung kommt es an
In jeder Bohne stecken bis zu 1000 Aromen, die in den verschiedenen Röstungen betont werden. Groß im Kommen ist Kaffee aus hellgerösteten Bohnen: Sein Aroma ist fruchtiger, säurebetonter und die spezielle Note der Kaffeesorte tritt stärker hervor. Sogar zitronige Aromen können dabei geschmeckt werden!
4. Interessiert mich die Bohne – mit Zusatzwissen punkten
Das Wort „Kaffee“ stammt vom arabischen Wort „Kaweh“ und bedeutet „Energie“ oder „Kraft“. Europas erstes Kaffeehaus eröffnete 1645 in Venedig. Europas erstes Gewächshaus ließ Ludwig XIV. für Frankreichs ersten Kaffeebaum bauen. Brasilien produziert weltweit am meisten Kaffee. Kaffee ist nach Erdöl einer der am häufigsten gehandelten Rohstoffe der Welt.
5. Kaffee-Trend entwickeln sich ständig weiter
Neben klassischen Kaffeespezialitäten erfreuen sich innovative Kaffeegetränke großer Beliebtheit.
Zu den aktuellen Trends gehören unter anderem:
Cold Brew
Espresso Tonic
Nitro Coffee
Collagen Latte
Besonders der Collagen Latte entwickelt sich zum neuen Star unter den funktionalen Kaffeegetränken. Dafür wird dem Milchschaum oder Milchkaffee Kollagenpulver beigemischt. Der Trend stammt aus der Wellness-Szene und verbindet den Koffein-Kick mit dem Wunsch nach einem bewussten Lebensstil.
Auch kalte Kaffeegetränke wie Cold Brew oder Espresso Tonic erfreuen sich vor allem in den Sommermonaten großer Beliebtheit und bieten zusätzliches Umsatzpotenzial. Saisonale Specials bringen Abwechslung auf die Getränkekarte und schaffen immer wieder neue Gründe für einen Besuch.
6. Das macht dem Kaffee keiner nach: Umsatzbringer der Gastronomie
Kaffee macht nicht nur Gäste glücklich, sondern auch Gastronomen. Aus einem einfachen Grund: Die Zutaten für Kaffeespezialitäten – Kaffeebohnen, Milch, Zucker und Wasser – sind im Einkauf günstig. „Die hohen Gewinnspannen machen Kaffee zum attraktiven Umsatzbringer in der Gastronomie und neben Cafés auch für Restaurants und Bars besonders interessant“, erklärt Werner-Ulrich Lange, CCO bei Melitta Professional Coffee Solutions.
Ein Espresso oder Cappuccino verursacht vergleichsweise geringe Wareneinsatzkosten, erzielt jedoch häufig eine hohe Marge. Gleichzeitig bietet Kaffee zahlreiche Möglichkeiten für Upselling:
Kuchen oder Gebäck
Desserts
Frühstücksangebote
zusätzliche Sirups oder Toppings
zweite Kaffeespezialität nach dem Essen
Wer sein Kaffeeangebot bewusst vermarktet, kann den durchschnittlichen Bon pro Gast erhöhen und zusätzliche Umsätze erzielen.
7. Herkunft zählt: Nachhaltigkeit wird zum Kaufkriterium
Gäste fragen heute nicht mehr nur nach dem Geschmack, sondern auch danach, woher ihr Kaffee stammt. Siegel wie Fairtrade oder Rainforest Alliance gehören für viele Kaffeetrinker mittlerweile zum guten Ton – allein der Umsatz mit Fairtrade-Kaffee lag 2025 in Deutschland bei rund 1,04 Milliarden Euro, knapp 80 Prozent davon zusätzlich Bio-zertifiziert. Auch das Modell Direct Trade gewinnt an Bedeutung: Dabei kaufen Röstereien direkt bei den Kaffeebauern ein, ganz ohne Zwischenhändler, was für mehr Transparenz und oft auch höhere Qualität sorgt.
Für Gastronomen lohnt sich der Blick auf die Herkunft doppelt: Sie punkten bei ihren Gästen und positionieren sich gleichzeitig zukunftssicher, denn ab Ende 2026 verlangt die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) von großen Kaffeehändlern und -importeuren ohnehin lückenlose Nachweise, dass ihr Kaffee nicht aus Abholzungsgebieten stammt.
Fazit: Kaffee bleibt ein Erfolgsfaktor für die Gastronomie
Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken Deutschlands und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Gäste legen heute mehr Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und Individualität als noch vor einigen Jahren.
Für Gastronomen bietet das große Chancen: Ein durchdachtes Kaffeeangebot steigert nicht nur die Gästezufriedenheit, sondern kann auch den Umsatz nachhaltig erhöhen. Wer aktuelle Trends aufgreift, hochwertige Produkte anbietet, schafft einen echten Mehrwert – für seine Gäste und für den eigenen Betrieb.